Keine deutsche Ausbildungshilfe ohne Menschenrechte
Deutschland darf Ausbildungshilfe für ausländische Armeen nur leisten, wenn deren Soldaten auch die Menschenrechte beachten. Das hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag gefordert. „Wenn Armeen wie in Nigeria und Mali Ausbildungshilfe versprochen wird, muss sich die Bundesregierung vorwerfen lassen, Menschenrechtsverletzungen und Gewalt im Antiterror-Kampf zu schüren, denn die beiden Staaten lassen weder systematische Übergriffe ihrer Soldaten auf die Zivilbevölkerung untersuchen noch werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.
Schutz der Zivilbevölkerung in Mali muss Vorrang haben!
Bei einer internationalen Militärintervention gegen die Terrorbewegung El Kaida im Maghreb (AQMI) und verbündete radikale Islamisten im Norden Malis muss der Schutz der Zivilbevölkerung absoluten Vorrang haben, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Opening of 67th General Debate of General Assembly, Foto: Marco Castro/UN Photo
Schutz der Zivilbevölkerung in Mali muss Vorrang haben – Islamisten dürfen finanziell nicht länger gefördert werden
Bei einer internationalen Militärintervention im Norden Malis muss der Schutz der Zivilbevölkerung absoluten Vorrang haben, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Ein Drohnen-Krieg in der Sahara birgt das große Risiko, dass irrtümlich Nomaden, Reisende und Händler, die sich außerhalb der Städte meist in kleineren Gruppen bewegen, getötet werden.
Islamisten fordern Scharia für ganz Mali — Zunehmende Menschenrechtsverletzungen im Norden Malis
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor der Einführung der Scharia in allen Landesteilen Malis gewarnt. Die Islamisten fordern nicht aus religiösen Gründen die Einführung des traditionellen muslimischen Rechts, sondern um ihre Macht zu demonstrieren und Kontrolle auszuüben.
Menschenrechtler warnen: Militärputsch in Mali verhindert friedliche Lösung des Tuareg-Konflikts
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verurteilt den Staatsstreich in Mali. „Der Putsch ist ein schwerer Rückschlag für die Demokratisierung Westafrikas“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. Darüber hinaus macht er alle Bemühungen um eine friedliche Lösung der Tuareg-Rebellion zunichte.
Tuareg-Konflikt in Mali: Zahl der Flüchtlinge nimmt stark zu
Mehr als 217.000 Menschen sind seit Ausbruch des Tuareg-Konfliktes in Mali im Januar 2012 auf der Flucht, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag in Göttingen. Dringend benötigen vor allem die Flüchtlinge in Niger und Mauretanien mehr Hilfe.
Tuareg-Konflikt eskaliert – Europa soll Friedensinitiativen entwickeln
Angesichts des zunehmenden Flüchtlingselends in der Sahara hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an EU-Außenministerin Catherine Ashton appelliert, sich engagierter für eine friedliche Beendigung des Tuareg-Konflikts einzusetzen. Europa darf nicht länger wegschauen und Friedensinitiativen nur Frankreich überlassen. Wenn in der Sahara mehr als 160.000 Menschen auf der Flucht vor Krieg und Gewalt sind, dann geht das ganz Europa an und nicht nur die ehemalige Kolonialmacht.
Mindestens 78.000 Menschen sind seit Ausbruch des neuen Tuareg-Konfliktes im Norden Malis vor vier Wochen vor Gewalt und Übergriffen geflohen. Dies erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Samstag in Göttingen. Alleine in den letzten fünf Tagen sind 59.000 Tuareg und Angehörige anderer Bevölkerungsgruppen aus dem Krisengebiet geflüchtet.
16.000 Menschen fliehen vor Gewalt in Nachbarländer
Mehr als 16.000 Menschen sind seit Ausbruch des Tuareg-Konfliktes in Mali vor drei Wochen in die Nachbarländer Niger, Mauretanien und Burkina Faso geflohen. Allein seit Freitag letzter Woche haben mehr als 4.000 neue Flüchtlinge in Mauretanien Zuflucht gesucht.