Entscheidung des peruanischen Kulturministeriums gefährdet isolierte Indigene Völker
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) appelliert an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Wahrung der Rechte der in freiwilliger Isolation lebenden Indigenen Völker in Kooperationsprojekten zu gewährleisten und sich für die umgehende Schaffung des indigenen Reservats Yavarí Mirim in Peru einzusetzen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeigt sich tief besorgt über die Verleihung des „Cátedra Konrad Adenauer USIL 2024“-Preises an die peruanische Unternehmensgruppe Ocho Sur und fordert eine Aberkennung der Auszeichnung. Ocho Sur steht seit Jahren im Fokus schwerwiegender Kritik, da das Palmölunternehmen im peruanischen Amazonasgebiet in der Region Ucayali massiv gegen indigene Rechte und Umweltschutzstandards verstoßen haben soll.
Regenwald in Peru soll trotz Protesten Landstraße weichen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor der Bedrohung Indigener Völker in Peru durch den Bau einer Straße durch den Amazonasregenwald. Die Landstraße UC-105 soll die Ortschaft Puerto Breu mit Nueva Italia in der Region Ucayali verbinden und bis zur brasilianischen Grenze gehen.
Der aktuelle gewaltsame Vorfall zwischen Mitgliedern eines unkontaktierten Volks und Holzfällern in der peruanischen Amazonasregion verdeutlicht die wachsende Bedrohung für in freiwilliger Isolatio…
Edwin Chota, der Anführer der Asháninka-Gemeinde Saweto, hatte in Perus Regenwald 13 Jahre lang illegale Holzfäller bekämpft und sich für die Anerkennung der traditionellen Rechte der Asháninka durch die peruanische Regierung eingesetzt. Er wurde 2014 ermordet. Foto: Anouk Garcia
10. Jahrestag der Ermordung von indigenen Aktivisten in Peru (1.9.)
Anlässlich des zehnten Jahrestags der Ermordung von vier indigenen Menschenrechtsaktivisten in Peru fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein Ende der faktischen Straflosigkeit.
„Es…
Illegaler Bau einer Landstraße auf indigenen Gebieten
Im August 2021 sind zwei Traktoren einer Holzfirma ohne jegliche Erlaubnis in das Territorium der Asháninka aus der Gemeinschaft Sawawo (Peru) eingedrungen. Die Holzfirma versucht illegal eine Stra…
Am vergangenen Samstag, den 8. April, wurde der Asháninka-Vertreter Santiago Contoricón Antúnez aus der indigenen Gemeinschaft Puerto Ocopa, Bezirk Río Tambo, Provinz Satipo, im zentralen Dschungel von Peru, ermordet. Laut dem peruanischen interkulturellen Kommunikationsdienst SERVINDI wurde er in seinem eigenen Zuhause gegen 19.30 Uhr in den Kopf geschossen. Die Mörder konnten daraufhin auf einem Motorrad flüchten.
In der Nacht zum Dienstag, den 22. März, sind drei indigene Yanesha und Ashaninka ermordet worden, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker gestern aus Peru erfahren hat. Die Morde fanden in der Provinz Puerto Inca statt.
Erklärung der indigenen Völker vom brasilianisch-peruanischen Grenzgebiet
Die Ashaninka-Indigenen vom Amônia-Fluss haben auf dem „Internationalen Kongress – Bedrohungen, Schutz und Entwicklung im Amazonas-Grenzgebiet“ eine gemeinsame Erklärung verfasst