Im August 2021 sind zwei Traktoren einer Holzfirma ohne jegliche Erlaubnis in das Territorium der Asháninka aus der Gemeinschaft Sawawo (Peru) eingedrungen. Die Holzfirma versucht illegal eine Straße von Nueva Italia zu der Ortschaft Puerto Breu zu bauen. Dabei setzt die Holzfirma mitsamt der organisierten Kriminalität (Drogenmafia, korrupte lokale Politiker*innen) die Gemeinschaften unter Druck und versucht einige Bewohner*innen der indigenen Gemeinschaften mit finanziellen Mitteln für sich zu gewinnen.
Von dem illegalen Bau der Landstraße im peruanischen Distrikt Yurúa sind mehr als zwanzig indigene Gemeinschaften der indigenen Völker der Asháninka, Ashéninka, Amahuaca, Huni Kuin, Apolima-Arara, Conibo-Shipibo und in freiwilliger Isolation lebender indigener Völker betroffen.
Die Dokumentation lässt Indigene vor Ort zu Wort kommen, trägt ihre Forderungen und Bedarfe zusammen, und schildert, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker vorgeht, um sie zu unterstützen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.