Neuer Menschenrechtsreport zieht kritisch Bilanz zwei Jahre nach Annexion der Krim
Zwei Jahre nachdem prorussische Kräfte auf der Krim die Macht übernommen haben, legt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) jetzt einen neuen Report über die Lage der Menschenrechte auf der Halbinsel vor. Darin werden auf 39 Seiten schwere Einschnitte in die Bürger- und Menschenrechte sowie die Rechte des indigenen Volkes der Krimtataren dokumentiert.
Menschenrechtsreport Nr. 80: Zwei Jahre Annexion der Krim
Auch das zweite Jahr unter russischer Verwaltung war auf der Krim von schweren Einschnitten in Bürgerrechte, Menschenrechte und die Rechte des indigenen Volkes der Krim, die Krimtataren, geprägt.
Im Nordkaukasus griffen bewaffnete Männer Journalisten und Menschenrechtsverteidiger an. Vier von ihnen wurden so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten. Foto: Serkan Mercan via Flickr [Symbolbild]
Angriff auf Menschenrechtler und Journalisten im Nordkaukasus
Am 9. März 2016 wurden Journalisten und Menschenrechtsverteidiger, die in einem Minibus von Inguschetien aus nach Tschetschenien fuhren, von mehr als 20 Männern angegriffen.
„Der Medschlis ist das nationale und internationale Sprachrohr der Krimtataren. Ihn zu schließen, wäre ein weiterer Versuch Russlands, die indigene Minderheiten auf der Krim mundtot zu machen“, warnt Sarah Reinke, GUS-Referentin der GfbV. Foto: TheFlyingDutchman via Wikimedia Commons (bearbeitet)
Krim: Weiterer Schlag ins Gesicht der Krimtataren befürchtet
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeigt sich besorgt über eine mögliche Schließung der krimtatarischen Selbstvertretung, dem Medschlis.
Der tschetschenische Regierungschef postet täglich auf Instagram Auszüge aus seinem Leben. Mal ist er im Fitnessstudio, in der Moschee beim Beten oder mit Freunden beim Essen. Dazwischen finden sich auch politische Kommentare oder Fotos, die seine Loyalität zu Putin zum Ausdruck bringen. Kritik ist dabei nicht erwünscht. Foto: Screenshot vom Instagram-Account von Ramzan Kadyrow
Die Menschenrechtslage in Tschetschenien unter Diktator Kadyrow
GfbV-Russland-Spezialistin Sarah Reinke analysiert die Menschenrechtslage in Tschetschenien und die Stellung des von Wladimir Putin eingesetzten Diktators Ramzan Kadyrow.
Russland: Fall Litwinenko – Untersuchungsergebnisse „nicht überraschend“
Die Ergebnisse des Untersuchungsberichts des britischen Richters Robert Owen über den Giftmord an dem ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeiter Alexander Litwinenko sind für die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in „keiner Weise überraschend“.
EU vertagt Entscheidung über Verlängerung der Sanktionen gegen Russland
Als „völlig falsches Signal an Russland – und Schlag ins Gesicht der Opfer von Krieg und Annexion“ kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker die Entscheidung der EU, die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland nochmals zu diskutieren.
Der russische Menschenrechtsverteidiger, Leiter des „Komitees gegen Folter“ und Koordinator der „Gemeinsamen mobilen Gruppe“, Igor Kalyapin, ist am Mittwochabend vor dem Hotel „Grosny City“ in Grosny zusammengeschlagen worden.
Russland: Das Gesetz über „Ausländische Agenten“ und seine Folgen
Sarah Reinke, GfbV-Russland-Expertin und Leiterin des Berliner GfbV-Büros, erläutert das „Gesetz über Ausländische Agenten“ und zählt die Konsequenzen für russische Nichtregierungs-organisationen.