Menschenrechtsreport Nr. 77: Indigene Umweltaktivisten in Lebensgefahr
Kohle, Öl, Gas, Wasserkraft sind die Motoren für die Wirtschaft in den Industrienationen weltweit. Fast immer setzen Konzerne und Regierungen die Wirtschaftsentwicklung über Umweltschutz und Menschenrechte. Die ersten Opfer dieses Prozesses, der sich zunehmend auch auf den Klimawandel negativ auswirkt, sind die etwa 450 Millionen Angehörigen von 5.000 indigenen Völkern weltweit.
Weltkongress der Krimtataren in Ankara geprägt von großen Zukunftssorgen
Am vergangenen Wochenende fand in Ankara der zweite Weltkongress der Krimtataren statt. Über 200 Repräsentanten krimtatarischer Organisationen nahmen an dem Treffen teil. Doch mehrere prominente Vertreter konnten nicht aus der Krim ausreisen.
Empörung über russisches Veto gegen UN-Resolution zu Srebrenica
Empört über das Veto Russlands gegen die Resolution des UN-Sicherheitsrates zum Massenmord 8.372 Einwohner der Stadt Srebrenica, am 11. Juli 1995 erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mahnend daran, dass serbische Truppen 1992 bis 1995 in ganz Bosnien-Herzegowina Genozidverbrechen begangen haben.
Prozess in Russland gegen Oleg Sentsov und Aleksandr Kolchenko bricht Minsk-II-Abkommen
Mit dem Prozess gegen den ukrainischen Regisseur Oleg Sentsov sowie den ukrainischen Linksaktivisten und Antifaschisten Aleksandr Kolchenko in Rostov am Don bricht Russland das Minsk-II-Abkommen. Diesen schweren Vorwurf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erhoben.
Am Sonntag, den 17. Mai 2015, wird um 19.30 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin anlässlich des 71. Jahrestages der Deportation der Krimtataren eine einstündige Gedenkkundgebung durchgeführt. Seit einiger Zeit wird an diesem Tag in der Ukraine mit der Gedenkaktion „Zünde ein Lichtlein in deinem Herzen an“ an die Deportation der Krimtataren gedacht.
TV der Krimtataren abgeschaltet – Bundesregierung und OSZE-Medienbeauftragte sollen protestieren!
Mit Empörung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur Kenntnis nehmen müssen, dass der einzige krimtatarische Fernsehsender ATR in der Nacht zum Mittwoch tatsächlich abgeschaltet wurde. Die russischen Behörden haben ihre Drohung wahrgemacht und diese wichtige Stimme der Minderheit zum Verstummen gebracht.
Der krimtatarische Abgeordnete des ukrainischen Parlaments Mustafa Dschemilewa und seine Frau Safinar. Foto: Archiv
Der TV-Sender der Krimtataren ATR darf nicht geschlossen werden!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) und die Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) sowie dem Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT) wenden sich entschieden gegen die drohende Schließung des einzigen TV-Senders der Krimtataren, ATR.
Neuer Menschenrechtsreport dokumentiert systematische Unterdrückung der Krimtataren und anderer
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat unmittelbar vor der Machtübernahme auf der Krim (27. Februar) einen Menschenrechtsreport veröffentlicht, der systematische Menschenrechtsverletzungen und Schikanen gegen die Krimtataren und andere dokumentiert.