Deutschlands strategische Partner sind Feinde der Menschenrechte – Saudi-Arabiens Wahhabiten säen Terror
Die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel von Montagabend in den ARD-Tagesthemen, ein Verkauf deutscher Panzer an Saudi-Arabien sei durch die strategische Partnerschaft mit diesem Land und seiner Bedeutung für Stabilität am Persischen Golf gerechtfertigt, ist bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen auf scharfe Kritik gestoßen.
Dieser Bericht stellt Hintergrundinformationen zur Geschichte und Identität der Tscherkessen, zur Lage in den Republiken im Nordkaukasus, zur Frage der Repatriierung und zur Situation der Volksgruppe in Syrien zusammen. Tscherkessische Verbände in Deutschland hatten die Gesellschaft für bedrohte Völker schon vor vier Jahren angesprochen und um Unterstützung gebeten. Vielfältige Kontakte auch nach Syrien und in den Nordkaukasus entstanden. Auf dieser Grundlage konnte vorliegender Bericht geschrieben werden.
„Das russische Justizministerium hat kürzlich RAIPON, die Dachorganisation der indigenen Völker Russlands, geschlossen. Durch die gewaltige Ressourcenförderung ist die Lebensgrundlage vieler Ureinwohner Russlands stark gefährdet. RAIPON ist der einzige politisch aktive Arm und die einzige Vertretung für die Indigenen Russlands. Laut Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker repräsentiert die Organisation 41 Völker in 26 Regionen des Landes und ist auch international vernetzt. Was bedeutet RAIPON für die kleinen Völker Russlands und wird Angela Merkels Kritik beim Petersburger Dialog im Moskau etwas bringen?“
In dem ca. 7-minütigen Beitrag äußert sich die GfbV-Referentin Sarah Reinke zur Sperrung des Dachverbands indigener Völker Russlands RAIPON. Den Beitrag finden Sie auf der Homepage der Freien Radios.
Menschenrechtler empört: Kein Strafverfahren wegen Sklaverei in Moskau – Bundesregierung muss diesen Fall in ihrem Rechtsstaatsdialog mit Russland aufgreifen
Mit ungläubiger Empörung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Entscheidung der Moskauer Staatsanwaltschaft im Bezirk Preobraschenskij reagiert, im Fall von 14 versklavten und über Jahre immer wieder vergewaltigten Usbekinnen und Kasachinnen nicht ermitteln zu wollen. Es läge kein Straftatbestand vor, hatte die Staatsanwaltschaft in ihrer Begründung am Mittwoch angeführt.
Betätigungsverbot für Dachverband von 41 indigenen Völkern in Russland – Petersburger Dialog soll Ureinwohner-Organisation trotzdem miteinbeziehen
Beim heute in Moskau beginnenden Petersburger Dialog der russischen und deutschen Zivilgesellschaften muss der Dachverband der Ureinwohner Russlands RAIPON demonstrativ miteinbezogen werden. Diese Forderung erhebt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), nachdem die russische Justiz der „Assoziation der indigenen kleinen Völker des Nordens, Sibiriens und des Fernen Ostens der Russischen Föderation“ eine vorerst sechsmonatige Sperre auferlegt hat.
Syrien / Golanhöhen: Tscherkessen zwischen den Fronten des syrischen Bürgerkriegs
Im Schatten des Schusswechsels zwischen der syrischen und israelischen Armee auf den Golanhöhen geraten nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die beiden tscherkessischen Dörfer Bir Adscham und Barek in der demilitarisierten Zone zwischen die Fronten des syrischen Bürgerkrieges.
Die kritische Berichterstattung zur politischen Entwicklung in Russland klammert nur allzu oft die Lage im Nordkaukasus aus. Dabei ist die Menschenrechtslage äußerst bedrückend. Verschwindenlassen von Zivilisten, systematische Folter in Untersuchungshaft und in Gefängnissen, Morde und Verfolgung sind an der Tagesordnung.
Menschenrechtslage im Nordkaukasus zum Thema machen! – Neuer Report dokumentiert bedrückende Situation in Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien
Mit dem dringenden Appell, bei den Gesprächen in Moskau Mitte November auch die schweren Menschenrechtsverletzungen im Nordkaukasus zu thematisieren, hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den deutschen Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs gewandt.