Somalia braucht einen Waffenstillstand und Schutzzonen für die Zivilbevölkerung
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die Forderung der Regierung Somalias nach militärischem Schutz für humanitäre Helfer. Militärische Begleitung für Hilfskonvois würde nicht nur die Helfer, sondern auch die Versorgung der Zivilbevölkerung akut gefährden.
Katastrophenhilfe muss dringend aufgestockt werden – Nomaden brauchen mehr Hilfe
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat besondere Hilfen für von der Dürre bedrohte Nomaden in Kenia, Uganda und Somalia gefordert. Deutschland muss seine Katastrophenhilfe für Ostafrika aufstocken und dabei besonders die dramatische Lage der Nomaden berücksichtigen.
Somalia-Flüchtlinge an Grenze abgewiesen – Kenia muss Hungernden Schutz gewähren!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die kenianische Regierung am Mittwoch dringend dazu aufgefordert, allen Kriegs- und Hungerflüchtlingen aus Somalia Schutz zu gewähren. Mehrere tausend Somalis waren in den vergangenen Tagen von kenianischen Grenzsoldaten zurückgewiesen worden, als sie versuchten, das Flüchtlingslager Dadaab zu erreichen.
Nomaden in der Wüste, Foto: 10 Ninjas Steve/flickr
Wer Hungerkatastrophen verhindern will, muss Nomaden stärker berücksichtigen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert ein Umdenken in der Katastrophenhilfe. Um verheerende Hungersnöte zu verhindern, müssten Warnsignale traditioneller Gesellschaften wie der Nomaden in Ostafrika endlich beachtet werden. Das Verteilen von Nahrung kann nur ein allerletztes Hilfsmittel sein, um Menschenleben zu retten.
Die Hintergründe der Hungerskatastrophe in Ostafrika
Die Hungerkatastrophe, die das Bürgerkriegsland Somalia betrifft, ist kein Zufall: Der Zerfall jeglicher Ordnung, die Herrschaft der Warlords und der nahezu allmächtigen radikalislamischen Al-Shabaab-Milizen haben sie in diesem Ausmaß überhaupt erst ermöglicht. Die Gesellschaft für bedrohte Völker wirft der Weltgemeinschaft vor, ein Eingreifen zur rechten Zeit verschlafen zu haben, um das Desaster abzuwenden. Sie fordert Verhandlungen mit den radikal-islamischen Al-Shabaab-Milizen. Denn, so erklärt der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius in einem Interview mit dem Arte Journal, nur so haben die Menschen dort eine Überlebenschance.
Menschenrechtsverletzungen schüren Krieg und Hungersnot – Kritik an Europas Somalia-Politik
Die radikal-islamische Al Shabaab-Miliz in Somalia hat mehrere Viehhirten öffentlich geköpft, weil sie ihre wenigen, die Hungersnot überlebenden Tiere nicht aushändigen wollten. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wurden zwei Hirten am vergangenen Samstag in dem Ort Afgoye 30 Kilometer südlich der somalischen Hauptstadt Mogadischu hingerichtet.
Hilfe kommt für zehntausende Nomaden zu spät – drohender Hungertod von Menschenhand mitverursacht
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft den Regierungen Ostafrikas und der internationalen Gemeinschaft vor, für die Hungersnot am Horn von Afrika mitverantwortlich zu sein. Nicht nur die anhaltende Dürre, sondern auch mangelndes Interesse an der Lage der Nomaden, eine verfehlte Agrarpolitik, Bürgerkriege und nicht zuletzt fehlendes schnelles Engagement der reichen Industrieländer haben dazu geführt, dass nun mehrere zehntausend Nomaden vom Hungertod bedroht sind.
100.000 Menschen flohen seit Januar 2011 vor Gewalt und Dürre aus Somalia
Der Exodus der Zivilbevölkerung aus Somalia hat im Juni 2011 massiv zugenommen, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch in Göttingen. Seit Anfang Juni 2011 flohen über 24.000 Menschen vor den Folgen der anhaltenden Dürre und dem Krieg aus Somalia
Mehr als acht Millionen Menschen benötigen Hungerhilfe – zehntausende Nomaden auf der Flucht
Zehntausende von Nomaden sind in Ostafrika auf der Flucht vor einer Dürrekatastrophe. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) teilte am Freitag mit, allein in den vergangenen Tagen seien mehr als 10.000 Nomaden aus dem Norden Kenias in das benachbarte Uganda geflohen.