UNAMID-Friedenstruppen dürfen Straflosigkeit in Darfur nicht fördern – Unabhängige Untersuchung notwendig
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet, dass die internationale Friedenstruppe die Straflosigkeit in Darfur fördern könnte, und fordert deshalb neue Regeln für die UNAMID im Westen des Sudan bei der Untersuchung von mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen. Das Fehlverhalten der UNAMID-Rechercheure bei der Untersuchung einer mutmaßlichen Massenvergewaltigung in dem Ort Tabit in Nord-Darfur in den vergangenen Tagen muss Folgen für die zukünftige Arbeit haben, sonst wird das Vertrauen in Friedenstruppen weiter schwinden.
Streit um mutmaßliche Massenvergewaltigung in Darfur
Nach Jahren der Tabuisierung sexueller Gewalt im Krieg hat der Streit um eine mutmaßliche Massenvergewaltigung in Darfur eine öffentliche Diskussion im Sudan über das Ausmaß und die Folgen dieser Gewaltverbrechen ausgelöst. Den zehntausenden Opfern dieser international geächteten Kriegsführung im Westen des Sudan kann dies nur helfen.
Darfur: Mehr als 600 Vergewaltigungen seit März 2014
Die Behörden des Sudan müssen UN-Friedenstruppen die unabhängige Untersuchung einer Massenvergewaltigung von mehr als 200 Frauen und Mädchen in Darfur gestatten, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Wenn die Berichte von Augenzeugen sich bestätigen, dann wurde am vergan-genen Wochenende eine der schlimmsten Massenvergewaltigungen in der Geschichte Darfurs verübt.
Sudan: EU-Außenminister fordern für humanitäre Helfer freien Zugang zu Konfliktregionen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft der Regierung des Sudan vor, mit der Blockade der humanitären Versorgung der Zivilbevölkerung in den Konfliktregionen Süd-Kordofan und Blauer Nil das Völkerrecht zu verletzen. „Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, dass die sudanesischen Behörden seit mehr als drei Jahren die Versorgung von mehr als einer Million Notleidenden unterbinden“, kritisierte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.
Ulrich Delius, Afrikareferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) über den Fall von Mariam Yahia Ibrahim
Ulrich Delius, Afrikareferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) über den Fall von Mariam Yahia Ibrahim. Während des Berlin-Besuchs des sudanesischen Außenministers Ali Karti hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch (4.6.) eine Menschenrechtsaktion für die zum Tode verurteilte Christin Mariam Yahia Ibrahim durchgeführt. Mit den Slogans „Glauben ist kein Verbrechen“ und „Keine Tourismuswerbung für Mariams Henker“ hielten die Demonstranten symbolisch einen Galgenstrick in die Höhe halten und machten auf das Schicksal der verfolgten Konvertitin aufmerksam.
Massenmörder Omar Hassan al-Bashir muss endlich vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden!
Die internationale Staatengemeinschaft muss größere Anstrengungen unternehmen, den internationalen Haftbefehl gegen Sudans amtierenden Staatspräsidenten Omar Hassan al-Bashir zu vollstrecken. Diese Forderung erhebt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des 25. Jahrestages des unblutigen Putsches, mit dem der Despot am 30. Juni 1989 die Macht an sich riss.
Erleichterung und Wut bei Meriams Unterstützern –Freilassung aus politischem Kalkül – Sudans Christen werden auch weiterhin verfolgt
Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Ankündigung des sudanesischen Außenministeriums reagiert, die zum Tode verurteilte Christin Meriam Yahia Ibrahim in den nächsten Tagen aus der Haft zu entlassen. „Dies ist ein großartiger Erfolg auch der vielen internationalen Proteste und wir freuen uns mit Meriam und ihrem Ehemann Daniel über diese glückliche Wendung in dem Familiendrama“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Sonntag in Göttingen.
Sudan: Freiheit für die Christin Mariam! – China: Gedenken an die Opfer des Tiananmen-Massaker
Sudans Außenminister in Berlin (4.6.)Glauben ist kein Verbrechen – Todesurteil aufheben – Freiheit für die Christin Mariam!Während des Berlin-Besuchs des sudanesischen Außenministers Ali Karti wird…
„Sudans gleichgeschaltete Justiz für unabhängig zu erklären ist eine Farce“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat scharfe Kritik an der Entscheidung der sudanesischen Regierung geübt, die zum Tode verurteilte Christin Mariam Yahia Ibrahim aus angeblichem Respekt vor der Unabhängigkeit der Justiz nun doch nicht in den nächsten Tagen freizulassen. „Es ist lächerlich, dass sich eine Regierung, die bei schweren Menschenrechtsverletzungen Straflosigkeit propagiert, nun zum Retter des Rechtsstaats erklärt. Hier macht sich der Bock zum Gärtner und will sich im Ausland dafür auch noch feiern lassen“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag in Göttingen.