„Es ist ungeheuerlich, dass europäische Politiker zuschauen, wie im Sudan eine Bande von Vergewaltigern und Mördern für die EU Jagd auf Flüchtlinge macht, um sie an einer Flucht nach Europa zu hindern“, kritisierte GfbV-Afrikareferent Delius während des Protests. Foto: Hanno Schedler für GfbV
Fluchtursachen wirksam bekämpfen! Verbrechen in Äthiopien und Sudan anprangern!
Wenige Tage vor der Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch mit einer Menschenrechtsaktion am Brandenburger Tor in Berlin die Flüchtlingspolitik Deutschlands und der EU kritisiert.
Bei der Niederschlagung von Protesten der Oromo und Amhara sind zwischen Freitag und Sonntag vergangener Woche 104 Menschen getötet worden Foto: Unicef via Flickr
TERMIN: Fluchtursachen wirksam bekämpfen: Verbrechen in Äthiopien und Sudan anprangern!
Kurz vor Beginn der Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (9.10.) wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Mittwoch am Brandenburger Tor (Pariser Platz) in Berlin mit einer kreativen Aktion die fragwürdige Flüchtlingspolitik Deutschlands und der EU kritisieren.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den CDU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder gebeten, sich dafür einzusetzen, dass vier im Sudan inhaftierte Christen nicht zum Tode verurteilt werden: „Kein Staat in Europa unterhält so gute und intensive politische Beziehungen zum Sudan wie Deutschland." Foto: Christliches Medienmanagement/Flickr
Deutsche Politiker sollen Leben von inhaftierten Christen retten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, und den CDU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder gebeten, sich dafür einzusetzen, dass vier im Sudan inhaftierte Christen nicht zum Tode verurteilt werden.
"Ohne Frieden und Sicherheit gibt es keinen glaubwürdigen Wiederaufbau in Darfur.“ Foto: European Commission DG Echo/Flickr
Kein Grund zum Feiern für Darfuris
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine kritische Bilanz der Arbeit der Darfur Regionalbehörde (DRA) im Westen des Sudan gezogen, die heute im Rahmen eines Festaktes offiziell aufgelöst wird.
Die RSF werden wegen ihrer Verbrechen in Darfur gefürchtet, wo sie morden, vergewaltigen und plündern. Foto: Arsenie Coseac/ Flickr
Kooperation mit Afrikas Diktatoren fordert hohen Preis
„Wir haben immer davor gewarnt, dass die Zusammenarbeit mit einem menschenverachtenden Regimes wie dem Sudan einen hohen Preis haben wird und jetzt droht der EU ein Ausverkauf ihrer rechtsstaatlichen Werte und ihrer Glaubwürdigkeit.“
Die Lage der Christen im Sudan gilt als äußerst schwierig, da die sudanesischen Behörden insbesondere nach der Abspaltung des Südsudan im Jahr 2011 ihre Politik der Islamisierung noch weiter verstärkt haben. Foto: Bread for the World via Flickr
Sudan: Vier Christen droht Todesstrafe
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist tief besorgt über das Schicksal von zwei Pastoren, einem Missionar und einem für Religionsfreiheit engagierten sudanesischen Menschenrechtler, denen in einem Spionage-Prozess im Sudan die Todesstrafe droht.
UN-Blauhelmsoldaten unterstützen Flüchtlinge im sudanesischen Aufnahmelager Shangil Tobaya. Foto: UN Photo/Olivier Chassot
Grenzschutz für Europa im Sudan: Berüchtigte Miliz nimmt 600 Flüchtlinge fest
Sudans umstrittene RSF-Miliz hat nach eigenen Angaben 600 Flüchtlinge aus Äthiopien im Grenzgebiet zu Libyen und Ägypten festgenommen, damit sie nicht nach Europa weiterfliehen.