Im Film berichten vier starke Frauen über das Trauma der Vergewaltigung im Krieg und die Freude einer Mutter über ihr Baby. Bild: GfbV
„Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und das Zentrum der Eziden Göttingen zeigen am Donnerstag, den 8. August, den Film „Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“. Die Vorführung im Victor-Gollancz-Haus der Gesellschaft für bedrohte Völker, Geiststraße 7 in Göttingen beginnt um 19:00 Uhr. Im Anschluss diskutiert Lina Stotz, GfbV-Referentin für ethnische, religiöse und Sprachliche Minderheiten und Nationalitäten Ilyas Isa, Vorstand des Zentrums der Eziden Göttingen, und dem yezidischen Menschenrechtler Mirza Dinnayi über die Themen Vergewaltigung als Kriegswaffe, Kinder des Krieges weltweit und die Lage der yezidischen Vergewaltigungsopfer und ihrer Kinder im Nordirak.
Im Film berichten vier starke Frauen über das Trauma der Vergewaltigung im Krieg und die Freude einer Mutter über ihr Baby. Bild: GfbV
„Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Ezidische Akademie zeigen am Dienstag, den 6. August, den Film „Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“. Die Vorführung in der Schulenburger Landstraße 150 in Hannover beginnt um 17:30 Uhr. Im Anschluss diskutiert Lina Stotz, GfbV-Referentin für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten und Nationalitäten mit Hatab Omar, dem Vorsitzenden der Ezidischen Akademie über die Themen Vergewaltigung als Kriegswaffe, Kinder des Krieges weltweit und die Lage der yezidischen Vergewaltigungsopfer und ihrer Kinder im Nordirak. Die Filmvorführung ist Teil einer Ausstellung der Ezidischen Akademie vom 3. bis 15. August.
Um das friedliche interreligiöse Miteinander im Nahen Osten zu fördern, müsse Deutschland die Beziehungen zwischen religiösen Gruppen und den Schutz von Minderheiten thematisch und finanziell stärker ins Zentrum von Entwicklungshilfe und Außenpolitik im Irak und Syrien stellen. Foto: GfbV (2019)
37. Deutscher Evangelischer Kirchentag
Auf dem 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag wurde die Resolution „Mit interreligiösem Dialog Leben retten und Zukunftsperspektiven bauen – in Deutschland und im Nahen Osten!“ der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verabschiedet. Sie fordert vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Bundespolitik verstärkten Einsatz für religiöse Minderheiten im Nahen Osten.
Vertrieben von Erdogan und seinen Islamisten - Flüchtlinge aus Afrin warten auf eine Rückkehr in ihre Heimat. Foto: K. Sido
Von Erdogan unterstützte Milizen in Nordsyrien
Jihadistische Milizen sollen in der syrisch-kurdischen Region Afrin gefangene Kurden foltern. Die Islamisten werden von der Türkei unterstützt und dem NATO-Bündnis geduldet. Währenddessen werden die Stellungen der Milizen in der benachbarten syrischen Provinz Idlib durch das syrische und russische Militär bombardiert. Das zwingt immer mehr Zivilisten in die Flucht.
Nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte befinden sich derzeit 8360 Kämpfer des „Islamischen Staates“ (IS) in der Hand kurdischer Kräfte im Nordosten Syriens – täglich kommen neue hinzu. Etwa 1.400 von ihnen sollen aus Europa kommen.
Der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdul Rahman, fordert Deutschland und andere EU-Staaten auf, zumindest ihre Staatsbürger, die in den Reihen des IS gekämpft haben, aufzunehmen und vor Gericht zu stellen. Schwerste Menschenrechtsverletzungen dürtfen nicht ohne Konsequenzen bleiben. Picture: Schedler/GfbV (2019)
Über 8000 gefangene IS-Kämpfer in Nordsyrien:
Nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte befinden sich derzeit 8360 Kämpfer des „Islamischen Staates“ (IS) in der Hand kurdischer Kräfte im Nordosten Syriens – täglich kommen neue hinzu. Etwa 1.400 von ihnen sollen aus Europa kommen. Der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdul Rahman, fordert Deutschland und andere EU-Staaten auf, zumindest ihre Staatsbürger, die in den Reihen des IS gekämpft haben, aufzunehmen und vor Gericht zu stellen. Schwerste Menschenrechtsverletzungen dürften nicht ohne Konsequenzen bleiben.
Ein Jahr nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Afrin halten türkische Truppen die kurdische Region in Nordsyrien weiter besetzt. Die humanitären und wirtschaftlichen Auswirkungen der Besatzung sind erschütternd: Hunderte Zivilisten wurden getötet, tausende verhaftet und hunderttausende vertrieben. Zugleich wurden zehntausende Olivenbäume verbrannt und Ölpressen zerstört oder abtransportiert. Der wichtigste Wirtschaftszweig liegt damit am Boden. Die Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlagen wird den Geflüchteten die Rückkehr in ihre Heimat zusätzlich erschweren. Bild: Sido/GfbV
Afrin unter türkischer Besatzung
Ein Jahr nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Afrin halten türkische Truppen die kurdische Region in Nordsyrien weiter besetzt. Die humanitären und wirtschaftlichen Auswirkungen der Besatzung sind erschütternd: Hunderte Zivilisten wurden getötet, tausende verhaftet und hunderttausende vertrieben. Zugleich wurden zehntausende Olivenbäume verbrannt und Ölpressen zerstört oder abtransportiert. Der wichtigste Wirtschaftszweig liegt damit am Boden. Die Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlagen wird den Geflüchteten die Rückkehr in ihre Heimat zusätzlich erschweren.
Rami Abdulrahman ist Gründer und Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR). Seit 2011 sammelt und verbreitet sie Nachrichten über die aktuelle Entwicklung des Konflikts in Syrien.
Einladung zur Pressekonferenz
Die GfbV lädt Sie herzlich ein zur Pressekonferenz am Mittwoch, den 20. März 2019 von 11 Uhr bis etwa 12:30 Uhr im Domzimmer im Haus der Evangelischen Kirchengemeinde Deutschland, Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin, Raum 1. Zu Gast sind Rami Abdulrahman, Gründer und Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) und Kamal Sido, Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker.
Alarmiert von einem Hilferuf aus dem überfüllten Flüchtlingslager Al-Hol im Nordosten Syriens appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) dringend an die Bundesregierung, in diesem kurdisch dominierten Gebiet endlich Hilfe zu leisten. Bild: GfbV-Archiv CC BY 2.0.
Hilferuf aus Nordsyrien: Aufnahmekapazität für Flüchtlinge erschöpft
Alarmiert von einem Hilferuf aus dem überfüllten Flüchtlingslager Al-Hol im Nordosten Syriens appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) dringend an die Bundesregierung, in diesem kurdisch dominierten Gebiet endlich Hilfe zu leisten.
from the viewpoint of the Society for Threatened Peoples (STP), the inactivity of the German government in the case of the IS fighters from Germany who are being held in northern Syria is "incomprehensible and irresponsible."Photo: Kamal Sido/ GfbV CC BY 2.0.
Für die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist die Untätigkeit der Bundesregierung im Fall der in Nordsyrien gefangen gehaltenen deutschen IS-Mitglieder „nicht nachvollziehbar und unverantwortlich“.