Medizinischer Versorgungsengpass in Syrien – Dialyse-Patienten droht langsames Sterben
Ein dringender Hilferuf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aus dem multiethnischen und multireligiösen Distrikt Qamishli im äußersten Nordosten von Syrien erreicht. Dort droht bis zu 5.000 Dialyse-Patienten ein langsames Sterben, weil die für sie lebenswichtige Blutwäsche in den wenigen noch intakten Krankenhäusern nicht mehr durchgeführt werden kann.
Deutschland soll humanitäre Direkt-Hilfe für die 3,5 Millionen syrischen Flüchtlinge drastisch aufstocken
Die deutsche Bundesregierung soll ihre humanitäre Hilfe für die mittlerweile 3,5 Millionen notleidenden syrischen Flüchtlinge drastisch aufstocken. Das fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des zweiten Jahrestags der „syrischen Revolution“ am 18. März. Angesichts der ständig wachsenden Not unter den vielen Flüchtlingen und Vertriebenen sind die bisher zugesagten 73 Millionen Euro Direkthilfe aus Deutschland leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Stützen Sie nicht weiter Regime, die zu Terror und Krieg beitragen!
„Wenn Sie auf der Münchener Sicherheitskonferenz weiter Regime wie Saudi-Arabien, China oder die Türkei stützen, anstatt sich für die Durchsetzung von Menschen- und Minderheitenrechten einzusetzen, werden Terror und Krieg nicht eingedämmt, sondern weiter verbreitet“, kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den falschen Ansatz der heute beginnenden Sicherheitskonferenz in München.
Not der Zivilbevölkerung in Syrien lindern! Bitte setzen Sie sich für die Öffnung der türkisch-syrischen Grenzübergänge für Hilfslieferungen ein!
Offener Brief an Bundesaußenminister Guido Westerwelle:
Sehr geehrter Herr Minister,
die Not der Menschen in Syrien nimmt täglich zu. Immer größere Teile der Zivilbevölkerung leiden aufgrund des Krieges unter Nahrungsmittelknappheit und mangelnder medizinischer Versorgung. Da die Infrastrukturen vor Ort meist völlig zusammengebrochen sind, muss die dringend notwendige Versorgung der Betroffenen vom Ausland aus organisiert werden.
Dieser Bericht stellt Hintergrundinformationen zur Geschichte und Identität der Tscherkessen, zur Lage in den Republiken im Nordkaukasus, zur Frage der Repatriierung und zur Situation der Volksgruppe in Syrien zusammen. Tscherkessische Verbände in Deutschland hatten die Gesellschaft für bedrohte Völker schon vor vier Jahren angesprochen und um Unterstützung gebeten. Vielfältige Kontakte auch nach Syrien und in den Nordkaukasus entstanden. Auf dieser Grundlage konnte vorliegender Bericht geschrieben werden.
Die Türkei setzt nicht auf Deeskalation! Stationierung von Patriot-Raketen an türkisch-syrischer Grenze nicht unterstützen!
Die geplante Stationierung von Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze stößt bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf scharfe Kritik. Die Türkei zu unterstützen, hieße einem Staat zu helfen, der nicht auf Deeskalation und Vermittlung setzt, sondern den Krieg am Leben erhält.
Syrien / Golanhöhen: Tscherkessen zwischen den Fronten des syrischen Bürgerkriegs
Im Schatten des Schusswechsels zwischen der syrischen und israelischen Armee auf den Golanhöhen geraten nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die beiden tscherkessischen Dörfer Bir Adscham und Barek in der demilitarisierten Zone zwischen die Fronten des syrischen Bürgerkrieges.