Thailands Seenomaden stehen 10 Jahre nach der Tsunami-Katastrophe vor dem Aus
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einem Untergang der Seenomaden und anderer indigener Gemeinschaften in Thailand gewarnt. Zehn Jahre nach der Tsunami-Katastrophe stehen Jahrhunderte alte indigene Völker in Südostasien vor dem Aus. Denn der Tourismus-Boom nimmt ihnen den Zugang zum Meer, von dem sie traditionell leben. Nach der Katastrophe ebbte zwar für einige Jahre der Tourismus ab. Doch zugleich wurden ihre Landrechte immer häufiger in Frage gestellt.
Nach Folter und erpressten Geständnissen 13 Bürgerrechtler verurteilt
Die Verurteilung von 13 Bürger- und Menschenrechtlern zu Haftstrafen zwischen fünf und neun Jahren in Phnom Penh hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag als „politisch motivierte Willkürjustiz“ scharf kritisiert. Als belastende Beweise gegen die Männer, unter ihnen sechs Angehörige der Khmer-Krom-Minderheit, waren größtenteils erpresste Dokumente vorgelegt worden.
Südostasien soll uigurischen Flüchtlingen Schutz gewähren
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Regierungen Thailands und Malaysias aufgefordert, 382 mutmaßliche uigurische Flüchtlinge nicht nach China abzuschieben, da ihnen dort lebenslange Haft oder der Tod droht.
Schwere Vorwürfe gegen Thailand und Bangladesch: Verfolgte Rohingya-Flüchtlinge werden unmenschlich behandelt
Nach dem Eingeständnis Thailands, Rohingya-Flüchtlinge nach Burma (Myanmar) abgeschoben zu haben, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) schwere Vorwürfe gegen die Regierungen Thailands und Bangladeschs erhoben. Den muslimischen Flüchtlingen trotz anhaltender Verfolgung und ethnischen Säuberungen in Burma jeglichen Schutz zu verwehren sei unmenschlich und widerspreche den Grundsätzen des humanitären Völkerrechts genauso wie des internationalen Gewohnheitsrechts.
Appell an Gauck und Aung San Suu Kyi: Rohingya-Frage braucht politische Lösung, um demokratische Öffnung Burmas abzusichern!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Bundespräsident Joachim Gauck und die burmesische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi appelliert, sich für eine politische Lösung der Rohingya-Frage einzusetzen, um Frieden, Demokratie und Stabilität in Burma zu sichern. Die anhaltenden Übergriffe auf die muslimische Minderheit schüren Gewalt und Willkür und gefährden die demokratische Öffnung des jahrzehntelang isolierten Landes.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Entscheidung der ASEAN kritisiert, Burma (Myanmar) den Vorsitz der südostasiatischen Staatengemeinschaft für das Jahr 2014 zu übertragen. Es ist ein Armutszeugnis für das Menschenrechts-Engagement der ASEAN, wenn die Staatengemeinschaft mit dem Vorsitz ein Land honoriert, das für ethnische Säuberungen und die Vertreibung von 140.000 muslimischen Rohingya verantwortlich ist.
Manche Unterzeichnerstaaten sind nicht glaubwürdig in ihrem Engagement gegen sexuelle Gewalt im Krieg
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt, dass sich 113 Staaten in einer gemeinsamen Erklärung am Mittwoch am Rande der UN-Vollversammlung verpflichtet haben, sich für ein Ende sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten einzusetzen. Doch manche Unterzeichnerstaaten sind nicht glaubwürdig in ihrem Engagement.
Exodus von Rohingya-Flüchtlingen aus Burma hält an – Nachbarstaaten missachten Flüchtlingsrechte
Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hält der Exodus der muslimischen Rohingya-Minderheit aus Burma weiter an. So wurden am vergangenen Wochenende erneut 58 Rohingya-Flüchtlinge von der Grenzpolizei Bangladeschs aufgegriffen, die auf dem Seeweg nach Malaysia fliehen wollten. Die Lage der Rohingya ist nicht nur in Burma dramatisch, sondern auch in den Nachbarländern.
Thailands Regierung hat keine klare Strategie für den Frieden
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verurteilt die jüngste Welle von Terroranschlägen in Süd-Thailand. Offensichtlich sollen die im März begonnenen Friedensgespräche durch diese Gewaltakte gestört werden.