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Aktuelles News & Artikel Exodus von Rohingya-Flüchtlingen aus Burma hält an – Nachbarstaaten missachten Flüchtlingsrechte

Burma: UN-Sonderberichterstatter äußert sich zur Lage der Menschenrechte

Exodus von Rohingya-Flüchtlingen aus Burma hält an – Nachbarstaaten missachten Flüchtlingsrechte

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hält der Exodus der muslimischen Rohingya-Minderheit aus Burma weiter an. So wurden am vergangenen Wochenende erneut 58 Rohingya-Flüchtlinge von der Grenzpolizei Bangladeschs aufgegriffen, die auf dem Seeweg nach Malaysia fliehen wollten. „Die Lage der Rohingya ist nicht nur in Burma dramatisch, sondern auch in den Nachbarländern“, berichtete der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. „Die Verzweiflung unter den nach Thailand, Bangladesch, Malaysia und Indonesien geflohenen Rohingya ist groß, da sie oft unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten werden und ihnen langfristiger Schutz verweigert wird.“

Erst am Dienstag sind 87 Rohingya in der Provinz Songkhla in Süd-Thailand auf abenteuerliche Weise aus der Abschiebehaft geflohen. Sie wurden mehr als drei Monate auf kleinstem Raum festgehalten und hatten mit Messerklingen die Eisenstäbe ihres Gefängnisses durchsägt. Es war bereits der zweite Ausbruch von internierten Rohingya-Flüchtlingen in dieser Provinz in diesem Monat. Allein in Thailand werden mehr als 1.800 Rohingya, die in diesem Jahr aus Burma geflüchtet sind, in Polizeistationen und Abschiebegefängnissen festgehalten. Insgesamt flohen seit Juni 2012 mehr als 35.000 Rohingya auf dem Seeweg aus Burma. Dort wird die muslimische Minderheit diskriminiert und verfolgt. Flüchtlingen drohen wegen Republikflucht Haftstrafen.

Nach einem zehntägigen Besuch in Burma wird der UN-Sonderberichterstatter Tomas Quintana heute über seine Eindrücke von der Menschenrechtslage in dem südostasiatischen Land berichten. „Quintanas Besuch war überschattet von massiver Einschüchterung und Einflussnahme durch Burmas Behörden“, kritisierte Delius. „Da der UN-Sonderberichterstatter auch politische Häftlinge besuchen wollte, wurden unmittelbar vor seinem Eintreffen auf Anordnung der Behörden 32 inhaftierte Rohingya aus dem Gefängnis Maungdaw und 30 Gefangene aus der Haftanstalt Buthidaung verlegt.“ Diese Gefangenen galten als besonders redegewandt und die Behörden wollten jede Kontaktaufnahme mit Quintana verhindern. Allein im Gefängnis Buthidaung waren seit Ausbruch der Gewalt zwischen Rohingya und buddhistischen Rakhine im Juni 2012 mehr als 1.000 Rohingya inhaftiert. Angeblich haben sie sich an den Auseinandersetzungen beteiligt. Freigelassene klagten, in der Haftanstalt würden Rohingya gefoltert und einige Inhaftierte seien bei diesen Misshandlungen zu Tode gekommen.

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