„Das Vorgehen der Türkei zeigt erneut, dass ihr jedes Mittel recht ist, um ihre Macht in Nordsyrien zu festigen und die autonome Selbstverwaltung der dort lebenden Zivilbevölkerung zu bekämpfen.“ Bild: arta.fm.
Türkei kappt Wasserversorgung für Orte in Nordsyrien
Die türkische Besatzungsmacht in Nord-Syrien hat die Wasserversorgung der Stadt Al Hasaka und anderer Ortschaften in Nordosten Syriens komplett eingestellt.
Bald wird es keine Christen mehr in Nordsyrien geben, wenn Erdogan und andere Islamisten nicht gestoppt werden. Foto: K. Sido/GfbV (April 2019).
Religiöse Vielfalt im Nahen Osten
Religiöse Vielfalt im Nahen Osten:
• Christliche Bevölkerung im Irak in einer Generation um 90 Prozent geschrumpft
• Innerhalb von sechs Jahren eine Millionen Christen weniger in Syrien
• Von Ankara unterstützte islamistische Milizen Hauptgefahr für verbleibende Christen
Insgesamt 14 Künstler werden zwischen 11 und 15 Uhr live ein gemeinsames Kunstwerk erstellen und es anschließend dem Bundestag übergeben. Foto: duncan c via Flickr (CC BY-NC 2.0)
Kurdische Kunstaktion vor dem Bundestag
Eine Gruppe kurdischer Künstler aus Deutschland und einigen Nachbarländern organisiert am 18. November 2019 eine Kunstaktion vor den Toren des Deutschen Bundestages. Insgesamt 14 Künstler werden zwischen 11 und 15 Uhr live ein gemeinsames Kunstwerk erstellen und es anschließend dem Bundestag übergeben.
Unabhängige Beobachter sind sich sicher, dass die Türkei bei ihrer Invasion in Nordsyrien ab dem 9. Oktober 2019 Weißen Phosphor gegen Zivilisten eingesetzt hat. Die Organisation für das Verbot che…
Merkel und Erdogan im Gespräch. Header Bild: World Humanitarian Summit via Flickr (CC BY-ND 2.0)
Menschenrechtslage in Nordsyrien und der Türkei
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses im Bundestag, der die aktuelle Politik der Bundesregierung in Nordsyrien prüfen soll. Ein entsprech…
Ein kurdischer Bauer im Nordosten von Syrien, in direkter Nachbarschaft von Idlib. Foto: Sido/GfbV (2015)
Al-Baghdadi in Idlib
Abu-Bakr al-Baghdadi, der Anführer des sogenannten Islamischen Staates (IS), lebte offenbar monatelang unbehelligt in der Region Idlib, direkt an der Grenze zur Türkei. „Idlib steht seit Jahren unter Kontrolle der türkischen Armee und mit ihr verbündeter islamistischer Milizen“, erinnert Kamal Sido, Nahostexperte Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
GfbV Aktion in Berlin am 14. Oktober 2019. Foto: Hanno Schedler/ GfbV.
Türkische Militär-Intervention in Syrien
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert, sämtliche Zahlungen Deutschlands und der Europäischen Union an die Türkei unverzüglich einzustellen, bis die türkische Militärintervention in Nordsyrien gestoppt wird. Insbesondere dürfe Europa die Einrichtung der umstrittenen Schutzzone weder direkt noch indirekt unterstützen. „Europa darf keinesfalls aus Angst vor Flüchtlingen Verbrechen gegen die Menschlichkeit fördern“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. Ziel der sogenannten Schutzzone sei ein völkerrechtswidriger Bevölkerungsaustausch.
Wenn der sogenannte Islamische Staat wieder erstarkt, können viele tausend in Nordostsyrien festgesetzte Kämpfer nach ihrer Freilassung Terror in Europa verbreiten. Niemand erwarte ernsthaft, dass die Türkei die Kämpfer des IS für ihre Verbrechen strafrechtlich belangen werde, warnte die Menschenrechtsorganisation. Bild: Syrisches Flüchtlingslager Al Hol. GfbV/2019
Geplante türkische Militärintervention in Syrien
Terrorgefahr durch freikommende IS-Kämpfer:
• Wenn die Türkei angreift, können die SDF die Gefangenenlager nicht mehr sichern
• GfbV fordert Sondersitzung des Weltsicherheitsrates
• Internationale Initiative zum Umgang mit inhaftierten Terroristen und ihren Familien nötig
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert eine Sondersitzung des Weltsicherheitsrates, um die Türkei vor den dramatischen Folgen einer Militär-Intervention in Syrien zu warnen. „Eine Offensive der Türkei würde nicht nur Frieden und Stabilität in Syrien in weite Ferne rücken lassen, sie wäre auch eine ernste Gefahr für Europa“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.
Durch die türkische "Schutzzone" werde nicht die Zivilbevölkerung geschützt. Im Gegenteil: Es würde eine Massenflucht der lokal ansässigen Bevölkerung ausgelöst. Ethnische Spannungen sind vorprogrammiert. Foto: Flüchtlingslager Al-Hol in Nordsyrien. GfbV/2019
Kritik an geplanter türkischer Militärintervention in Syrien
Kritik an sogenannter „Schutzzone“ in Nordsyrien:
• Der Euphemismus „Schutzzone“ verschleiert das völkerrechtswidrige Projekt
• Es würde eine Massenflucht der ansässigen kurdischen Bevölkerung ausgelöst
• Diese werde durch arabischstämmige Flüchtlinge aus anderen Landesteilen ausgetauscht