Ukrainischer Außenminister zu Gesprächen in Berlin (2.6.)
Ukrainischer Außenminister in Berlin:
• Klare Absage an G7-Einladung Russlands gefordert
• Besatzung und Menschenrechtsverletzungen dauern an
• Zahlreiche Medienhäuser geschlossen und Kritiker verhaftet
Krim-Frage bei Gesprächen mit Russland nicht aussparen
— Göttingen, den 23. Dezember 2019 —- Angesichts russischer Menschenrechtsverletzungen auf der völkerrechtswidrig besetzten Halbinsel Krim hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) davor …
Bielova hatte 2017 an einem Austausch zwischen Minderheiten aus der Ukraine und Deutschland teilgenommen, den die GfbV gemeinsam mit der krimtatarischen Organisation DEVAM durchgeführt hatte. Foto: Böttcher/GfbV (2017)
Messer-Angriff in der Ukraine
Am Abend des 24. Oktober wurde die Roma-Aktivistin Anzhelika Bielova von einem Unbekannten attackiert und schwer verletzt. Der Täter ist auf der Flucht. Bielova leitet die Organisation Lacho Drome, ein Zentrum für Roma-Rechte in der süd-ukrainischen Stadt Zaporizhia. „Wir sind schockiert von diesem offenbar gezielten Angriff auf eine Aktivistin für Minderheitenrechte“, erklärt Jasna Causevic, Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Demonstration zur Befreiung Oleg Senzows. Anlässlich des stattfindenden Gesprächs von Sergey Lawrow mit Heiko Maas in Berlin appeliert die GfbV an Heiko Maas, die Freilassung von 70 in Russland aus politischen Gründen inhafiterten Ukrainern zu fordern. Bild: Oleg Gennadyevich Sentsov via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0
Außenminister Russlands in Berlin erwartet (14.9.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Außenminister Heiko Maas appelliert, bei seinem Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Freitag in Berlin die Freilassung von 70 in Russland aus politischen Gründen inhaftierten Ukrainern zu fordern.
Oleg Sentsov ist nach 60 Tagen Hungerstreik massiv geschwächt und in akuter Lebensgefahr. Bild: Antonymos via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0
Russland / WM: Sentsov 60 Tage im Hungerstreik – Lebensgefahr! Mehr Initiativen gefordert
Oleg Sentsov ist nach 60 Tagen Hungerstreik massiv geschwächt und in akuter Lebensgefahr. Die GfbV befürchtet jeden Tag, dass der wegen seiner Kritik an der russischen Besetzung der Krim inhaftierte Regisseur stirbt.
Bewirb dich jetzt für unser Begegnungsprojekt und werde Teil unserer Reisegruppe. Foto: GfbV
Minderheiten aus der Ukraine und Deutschland vernetzen sich
Junge engagierte Angehörige von fünf Minderheiten aus der Ukraine werden vom kommenden Montag an in Deutschland mit Sorben, Friesen, Kurden, Aleviten und Aramäern zusammentreffen.
Protestierende auf dem Maidan in Kiew: Der Euromaidan war eine ürgerrechtsbewegung, der sich Menschen aus allen sozialen Schichten angeschlossen haben. Unter diesen befanden sich auch rechtsradikale Kräfte, jedoch nicht in der Mehrheit, wie es Russland immer wieder behauptet. Foto: Alexandra (Nessa) Gnatoush via Flickr
Ukraine – Ein Land voller Fremdenhass?
Russland kanzelt die ganze Ukraine als rechtsextrem ab. Die Ukraine als ein Land voller Fremdenhass zu bezeichnen ist jedoch grotesk.
Krimtatarischer Künstler Rustem Skibin. Foto Nikolaj Semena via www.avdet.org
Krimtatarische Kunst vor dem Aus?
Für die krimtatarischen Künstler hat die Annexion der Krim weitreichende Folgen. Sie müssen mit der russischen Regierung Kompromisse suchen, um weiter arbeiten und damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.
Ein ukrainisches Roma-Kind blickt in die Ferne. Roma sind die in der Ukraine am stärksten bedrohte Minderheit, von ihren Mitbürgern werden sie regelrecht geächtet. Foto: Steve Evans via Flickr
Roma: Das vergessene Volk
Seit der Krim-Annexion durch Russland im März 2014 hat sich die ohnehin schon prekäre Lage der Minderheiten in der Ukraine, und somit auch der Roma, um ein Vielfaches verschlechtert.