Vom 23. November bis 10. Dezember 2015 war GfbV-Brasilien-Koordinatorin Eliane Fernandes Ferreira gemeinsam mit den zwei Asháninka-Anführer aus Peru Jiribati Diquez Rios und Marishori Pascual und Luiz Puwe Puyanawa, einem Puyanwa-Anführer aus Brasilien beim UN-Weltklimagipfel in Paris (COP 21).
Delegation der Amazonasindigene beim Weltklimagipfel in Paris
Die Repräsentanten indigener Völker müssen beim Klimagipfel in Paris Gehör finden und gleichberechtigt ihre Forderungen vorbringen können, denn sie sind die besten Umweltschützer, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Ashaninka aus Brasilien und Peru schließen sich zusammen
GfbV-Indigenen-Referentin Yvonne Bangert über den Ashaninka Benki Piãko aus der brasilianischen Acre-Region und seine Bemühungen um einen Zusammenschluss der Ashaninka in Brasilien und Peru.
Indigene Repräsentanten aus Peru und Brasilien bereiten sich auf den Klimagipfel vor
Die Ashaninka in Peru und Brasilien machen sich bereit für den Weg nach Paris zum Klimagipfel COP 21. Sie beginnen, sich über die Grenze hinweg zusammenzuschließen.
Bestürzende Nachrichten aus dem peruanisch-brasilianischen Grenzgebiet erreichten die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen: Der charismatische Führer der Ashaninka-Gemeinde Saweto, Edwin Chota, und drei Mitglieder seiner Gemeinschaft sind mitten im Regenwald ermordet worden. Die Witwen und Kinder der vier Mordopfer mussten in die nahegelegene Ortschaft Pucallpa flüchten. Illegale Holzfäller haben die in Saweto zurückgebliebenen Ashaninka eingekreist und bedrohen die Indianer massiv.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist alarmiert von den Nachrichten über Gewalt gegen eine bis vor kurzem in freiwilliger Abgeschiedenheit lebende Gruppe von Amazonasindianern, über deren „Entdeckung“ am heutigen Freitag berichtet wird. Offenbar mussten diese Ureinwohner im Grenzbereich zwischen Peru und Brasilien vor gewaltsamen Übergriffen von Holzfällern oder Drogenschmugglern die Flucht ergreifen.
Anlässlich der jüngsten Proteste traditionell gekleideter Ureinwohner wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die großen Probleme der indianischen Gemeinschaften in Brasilien aufmerksam. „Ihre Landrechte sind noch immer weitgehend ungesichert, so dass Großgrundbesitzer leichtes Spiel haben. Gleichzeitig nimmt der Druck auf die indigenen Gebiete durch Entwaldung, Rohstoffabbau und Staudämme zur Gewinnung von Wasserkraft stetig zu“, fasst Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker, zusammen.
Dankesrede von Benki Piyãko zum Erhalt des Weimarer Menschenrechtspreises
Der Ashaninka-Indianer Benki Piyãko wurde am 10.12.2013, dem Tag der Menschenrechte, für seinen beispielhaften gewaltlosen Kampf für den Erhalt des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ausgezeichnet.
Dr. Eliane Fernandes Ferreira, Brasilien-Koordinatorin der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und langjährige Kooperationspartnerin von Benki Piyãko, übersetzt ins Deutsche. Die Gesellschaft für bedrohte Völker hatte Benki für den Preis vorgeschlagen.
„Sein Einsatz hat ihm auch Feinde gemacht“: Weimarer Menschenrechtspreis für friedlichen Widerstand gegen die bedrohliche Holzmafia in Brasilien
Der diesjährige Preisträger des Weimarer Menschenrechtspreises Benki Piyãko ist eine Schlüsselfigur des unerschrockenen Widerstands der rund 1.000 Ashaninka-Indianer im brasilianischen Bundesstaat Acre gegen die Machenschaften von Holzmafia und Drogenschmugglern.