Die rund 2,4 Millionen im Iran lebenden Belutschen bekennen sich mehrheitlich zum sunnitischen Islam. Auch sie werden diskriminiert. Ihre indoeuropäische Sprache ist nicht anerkannt, der Zugang zu Regierungsposten ist ihnen verwehrt und ihre Siedlungsgebiete im Südosten des Iran an der Grenze zu Pakistan werden von der Regierung systematisch vernachlässigt. Dies führt zu einer besonders hohen Arbeitslosigkeit. Am 20. Juni 2010 wurde der sunnitische Rebellenchef Abdolmalek Rigi wegen angeblicher Raubüberfalle hingerichtet. Er ist Führer der Belutschen-Organisation Dschundallah.
Bei einem schweren Erdbeben im iranisch-pakistanischen Grenzgebiet wurden am Dienstag alleine in der pakistanischen Provinz Belutschistan mindestens 34 Menschen getötet und 80 Personen verletzt.
Zurzeit ist Entführung von Personen das häufigste Verbrechen, dem Balutschen im Osten Pakistans ausgesetzt sind und es stell eine konstante Gefahr für ihr Leben dar. Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist in höchstem Maße besorgt über die alamierende Anzahl von Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Entführungen, die einen wesentlicher Bestandteil im Konflikts zwischen Rebellengruppen und Regierungstruppen darstellen. Entführungen finden vor allem dort statt, wo sich militante Gruppen und Sicherheitskräfte der Regierung im bewaffneten Konflikt gegenüberstehen.
Vergessener Konflikt in Belutschistan – Eskalation der Gewalt fordert immer mehr Todesopfer
Nach der Explosion einer Autobombe, bei der heute mindestens elf Menschen in Pakistans Unruheprovinz Belutschistan getötet wurden, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Anstrengungen für eine politische Lösung des Belutschistan-Konflikts.
Ethnische Minderheiten leiden unter Antiterror-Kampf
Mehr als 200 Millionen Angehörige ethnischer Minderheiten in elf Staaten Afrikas und Asiens leiden unter den Folgen des Antiterror-Kampfes. Darauf weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des zehnten Jahrestages der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington D.C. hin.
Stoppt die Hinrichtung des politischen Gefangenen Sherko Moarefi im Iran!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt den Aufruf des „Komitees der Kurdinnen und Kurden in Köln“ zu einer großen Kundgebung am Rudolfplatz in Köln gegen die drohende Hinrichtung des kurdischen politischen Gefangenen Sherko Moarefi und die Todesstrafe.