Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
„Freiheit für den Menschenrechtler Sadiq Kabudvand! Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran!“ Unter diesem Motto rufen die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Karamat e.V., die Internationale Organisation zum Schutz der Menschenrechte im Iran (IOPHRI), Komkar – Verband der Vereine aus Kurdistan in Deutschland und iranische sowie kurdische Vereine für Mittwoch (01.07.14) zu einer Mahnwache vor dem Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in Frankfurt/Main auf. Mit der Menschenrechtsaktion wollen die Organisatoren sowohl an das Schicksal des am 01. Juli 2007 inhaftierten gewaltfreien kurdischen Menschenrechtlers Mohammad Sadiq Kabudvand als auch an das von hunderten anderen politischen Gefangenen erinnern und ihre sofortige Freilassung fordern.
Mahnwache am Mittwoch, den 01.07.2015, von 10 Uhr an
vor dem Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran
Raimundstraße 90 in 60320 Frankfurt am Main
„Vor zwei Jahre wurde Präsident Hassan Rohani gewählt und nichts hat sich für die unterdrückten und diskriminierten Minderheiten verbessert“, kritisiert die GfbV. „Es ist jetzt dringend an der Zeit, dass Rohani seine Wahlversprechen einlöst und endlich ein Zeichen setzt: Die politischen Gefangenen müssen umgehend freigelassen werden!“
Im Vielvölkerstaat Iran sind die Volksgruppen der Aseri, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen, Assyrer sowie andere kleinere ethnische Minderheiten nicht als eigenständige Völker mit eigener Sprache und Kultur anerkannt. Sie alle leiden unter Unterdrückung und Diskriminierung. Menschengruppen und Individuen mit von der Staatsreligion abweichenden Weltanschauungen, wie Baha’i, Sufi-Derwische, Sunniten und sogenannte Neue Christen werden immer wieder willkürlich beschuldigt, Spione ausländischer Mächte zu sein und kurzerhand zu Staatsfeinden erklärt. Ein iranisches Gesetz sieht die Todesstrafe für solche Vergehen vor. Es ist nicht zu erwarten, dass Gerichte ein unabhängiges Urteili fällen. Doch internationale Aufmerksamkeit kann aggressiveres Vorgehen gegen diese Gruppen verhindern.

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