Seit der hindu-nationalistische Premierminister Narendra Modi in Indien an der Macht ist, haben die Übergriffe auf Christen und Muslime deutlich zugenommen. Foto: PM’s address at the Bhawan Nirman Aarambh at World Hindi Secretariat Building site, Mauritius via Wikimedia Commons
Deutsch Indische Regierungskonsultationen in Berlin (29./30.5.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel gebeten, sich bei den Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen für ein Ende von Übergriffen auf Christen und Muslime sowie für Religionsfreiheit in Indien einzusetzen.
Der ehemalige Gouverneur von Jakarta, Basuki Tjahaja Purnama, hat entschieden, seinen Widerspruch gegen die zweijährige Gefängnisstrafe wegen Blasphemie zurückzuziehen.
Foto: TryJimmy via Pixabay
Wegen Blasphemie verurteilter Gouverneur zieht Widerspruch gegen Haftstrafe zurück
Für die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist die Entscheidung des christlichen Gouverneurs von Jakarta, seinen Widerspruch gegen eine zweijährige Gefängnisstrafe zurückzuziehen, Ausdruck der Hilflosigkeit von Indonesiens religiösen Minderheiten angesichts des wachsenden Einflusses radikaler Islamisten.
Ein Mann liest den Koran in Ajmer im Bundesstaat Rajasthan. Muslimen in Indien wird oft vorgeworfen, eine überproportional wachsende Bevölkerungsgruppe zu sein. Diese Angstmacherei soll Hinduisten dazu bewegen, mehr Kinder in die Welt zu setzen, damit sie weiter in der Mehrheit bleiben. Dem Zensus aus dem Jahr 2011 zufolge ist allerdings fraglich, ob Indien wirklich eine rapide steigende muslimische Bevölkerung fürchten müssen: Hinduisten stellen immer noch 80,5 Prozent der Bevölkerung, Muslime nur 13,4 Prozent. Foto: aluxum via istock
Indien: Multireligiosität in Gefahr
Die Gewalt gegen Christen und Muslime ist in Indien in den vergangenen Jahren weiter angestiegen.
"Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran!“ Unter diesem Motto haben wir gemeinsam mit IGFM, Karamat e.V. und der IOPHRI im Juli 2015 für Glaubensfreiheit, die Freilassung aller politischen Gefangenen und Menschenrechte vor dem Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in Frankfurt/Main demonstriert. Foto: GfbV
TERMIN: Mahnwache vor iranischem Generalkonsulat in Frankfurt/Main
Mahnwache am Mittwoch, den 17.05.2017, von 11 – 13 Uhr, vor dem Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran , Raimundstraße 90 in 60320 Frankfurt am Main.
War der Ahok-Prozess anfangs ein dramatischer Fall der gezielten Instrumentalisierung von Religion in der Politik, so wird das Urteil jetzt Schockwellen in die ganze Region entsenden. Foto: Sanofi Pasteur via Flickr
Indonesien: Zwei Jahre Haft für früheren Gouverneur in Blasphemie-Prozess – Religiöse Intoleranz erreicht mit Urteil gegen ehemaligen Gouverneur Ahok neuen Höhepunkt
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Verurteilung des christlichen Gouverneurs von Jakarta Basuki Tjahaja Purnama, genannt Ahok, wegen Gotteslästerung als „neuen traurigen Höhepunkt der religiösen Intoleranz in dem bevölkerungsreichsten muslimischen Staat der Erde“ bezeichnet.
Malaysias Premierminister Dato Sri‘ Najib Schicksal muss die Entführung des Pastors Raymond Koh aufklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Foto: East-West Center via Flickr
Seit zwei Monaten kein Lebenszeichen: Malaysische Regierung soll Schicksal eines entführten Pastors aufklären
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Malaysias Premierminister Dato Sri‘ Najib appelliert, das Schicksal des vor zwei Monaten entführten Pastors Raymond Koh aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Die GfbV erwartet von der EU mehr Engagement für Sudans Christen, deren Lage immer schwieriger wird. Foto: United Nations Photo via Flickr
Sudan: Ein Toter bei gewaltsamer Räumung christlicher Schule
Nach der gewaltsamen Räumung einer christlichen Schule im Sudan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den EU-Sondergesandten für Religionsfreiheit, Jan Figel, appelliert, gegen das Vorgehen der sudanesischen Behörden zu protestieren und sich für mehr Glaubensfreiheit für religiöse Minderheiten in dem überwiegend muslimischen Staat einzusetzen.
Statt sich für eine Verbesserung der Lage der Christen einzusetzen, nutzt Merkel die Kopten-Frage, um die katastrophale Menschenrechtsbilanz Ägyptens zu beschönigen. Foto: Mark Garten via UN Photo
Vor Ägypten-Reise: Bundeskanzlerin umwirbt autoritäre Staatsführung mit Video-Botschaft
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, Ägyptens autoritäre Staatsführung zu hofieren, um das Land zu mehr Kooperation in Flüchtlings-und Migrationsfragen zu bewegen.