We Have a Dream: Präsident Obama, bitte schenken Sie Leonard Peltier die Freiheit
Mit Mahnwachen wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag und Mittwoch in Berlin an Präsident Barack Obama appellieren, den indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier zu begnadigen. Dieser schwer kranke Mann, der mehr als sein halbes Leben unschuldig in Haft verbracht hat, soll nicht auch noch im Gefängnis sterben müssen. Deshalb möchten wir Obama im Namen der Menschlichkeit bitten, Peltier einen ruhigen Lebensabend in Freiheit bei seiner Familie zu ermöglichen.
„Idle No More“ – „Nicht länger tatenlos“ – diesen Namen haben Indigene Kanadas ihrer Basisbewegung gegeben, die sie im November 2012 gegründet haben. Sie wehren sich gegen die Verabschiedung von Gesetzen, die ihre angestammten Rechte endgültig außer Kraft setzen, und machen mit verschiedenen Aktionen auf den Ausverkauf von „Mutter Erde“ aufmerksam.
Verfassungsrechte der indigenen Völker Kanadas sind in Gefahr
Obwohl Kanada 2010 die UN-Deklaration der Rechte indigener Völker (UNDRIP) angenommen hat, sind die Verfassungs- und Vertragsrechte der First Nations ernsthaft in Gefahr, denn die vor kurzem verabschiedeten Gesetzespakete (Omnibus Laws) Bill C-38 und Bill C-45 verletzen ein Grundprinzip der UNDRIP, das Recht auf „Freie Vorherige Informierte Zustimmung“ (Free Prior Informed Consent / FPIC). Sie hatten einen Sturm der Entrüstung unter den First Nations in ganz Kanada zur Folge, der sich über die Staatsgrenze in die USA und sogar bis Europa ausbreitete.
Was unter dem Motto #idlenomore (‚Nicht länger untätig’) als Graswurzelbewegung der First Nations in Kanada begann, hat sich in kürzester Zeit über soziale Medien wie Facebook und Twitter zu einer global wirksamen Protestaktion entwickelt – und nicht nur Indigene zeigten sich weltweit solidarisch.
Über die Hintergründe der Idle No More-Bewegung spricht Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für Indigene, mit Radio Corax.
Mit Demonstration und Tanz-Aktionen in Berlin gegen die Aufhebung der Rechte der kanadischen Indianer (13.1.13)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die geplante Demonstration der Graswurzel-Bewegung „Idle No More“ – „Nicht länger tatenlos“ am kommenden Sonntag in Berlin gegen die Aufhebung der Grundrechte der kanadischen Indianer und den Ausverkauf ihres Landes.
Glückwunschkarten sollen dem indianischen Bürgerrechtler den Rücken stärken
Mit einer Mahnwache wird die Gesellschaft für bedrohte Völker am Mittwoch, 12. September 2012, auf das Schicksal des indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier aufmerksam machen. Wir laden alle Indianerfreunde und interessierten Passanten dazu ein, Peltier an diesem Tag mit selbst gestalteten Karten und Briefen zum 68. Geburtstag zu gratulieren.
Ölförderung aus Teersanden gefährdet Lubicon Cree in Kanada – Umweltminister Röttgen soll Verschärfung der Öl-Importbedingungen in die EU zustimmen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nimmt den internationalen Tag der Erde (22. April) zum Anlass, um auf die verheerenden Folgen des sogenannten Teersandens, der Gewinnung von Erdöl aus teerhaltigem Sand, für die Lubicon-Cree-Indianer in der kanadischen Provinz Alberta hinzuweisen.