Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Mahnwache:
am Mittwoch, den 4. Juli 2012,
von 18 – 20 Uhr
auf dem Pariser Platz in Berlin
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nimmt den Unabhängigkeitstag der der Vereinigten Staaten von Amerika (4.7.) zum Anlass, um an das Schicksal des indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier zu erinnern: Mit einer Mahnwache vor der US-Botschaft in Berlin appelliert die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch an Präsident Barack Obama, den seit 36 Jahren unschuldig inhaftierten, schwerkranken 67-Jährigen zu begnadigen.
Leonard Peltier, der zur Führung der indianischen Bürgerrechtsbewegung American Indian Movement (AIM) gehörte, wurde 1976 verhaftet und ein Jahr später in einem höchst umstrittenen Verfahren wegen Mordes an zwei FBI-Agenten zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt. Die Beweisführung beruhte zu einem großen Teil auf Falschaussagen und manipulierten Beweisen. Selbst Juristen, die damals an dem Verfahren beteiligt waren, zweifeln heute an seiner Rechtmäßigkeit.
Trotz eingestandener Verfahrensfehler und obwohl die US-Behörden inzwischen zugeben, dass sie nicht wissen, wer vor mehr als 30 Jahren die tödlichen Schüsse abgegeben hat, weigert sich die US-Justiz bis heute, den Prozess wieder aufzurollen. Peltiers letzte Hoffnung ist eine Begnadigung durch den amerikanischen Präsidenten. Nur dann kann er die letzten Jahre seines Lebens mit seiner Familie und in Freiheit und Würde verbringen.

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