Trotz erheblicher Widerstände und rechtlicher Bedenken möchte die EU-Kommission das umstrittene EU-Mercosur-Abkommen „vorläufig anwenden“. In einem neuen Briefing zeigen zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), dass dieses Abkommen eine Gefahr für Wälder, Biodiversität, das Klima und Indigene Völker bedeutet.
Politische Verfolgung indigener Menschenrechtsverteidiger in Russland
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verurteilt die erneute Verlängerung der Untersuchungshaft für die indigene Menschenrechtsverteidigerin Daria Egereva durch ein Moskauer Gericht scharf. Am 12. März 2026 verlängerte das Basmanny-Gericht in Moskau die Untersuchungshaft auf Antrag der Ermittlungsbehörden um drei Monate.
Brasilien: Indigene warnen vor Bedrohung ihres Lebensraums
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor den verheerenden Folgen der geplanten Privatisierung des Tapajós-Flusses im Amazonasgebiet für die dort lebenden Indigenen Völker. Die GfbV fordert die brasilianische Regierung und Präsident Luiz Inácio Lula da Silva auf, das Dekret zu widerrufen, und appelliert an die deutsche Bundesregierung, sich für den Schutz indigener Rechte in Brasilien einzusetzen.
Prozess gegen indigene Menschenrechtsverteidigerin in Russland beginnt
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeigt sich zutiefst besorgt über den am morgigen 11. Februar beginnenden Prozess gegen die indigene Menschenrechtsverteidigerin Daria Egereva in Russland. Die Ko-Vorsitzende des internationalen indigenen Forums zum Klimawandel (IIPFCC) war am 17. Dezember 2025 verhaftet worden und sitzt seitdem in Haft. Ihr wird die Teilnahme an einer terroristischen Organisation (Artikel 205.5) vorgeworfen, für die ihr eine Gefängnisstrafe von zehn und 20 Jahren droht.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) würdigt den außergewöhnlichen Einsatz der ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth für die Opfer des Krieges und des Genozids in Bosnien und Herzegowina. „Mit Rita Süssmuth verliert Deutschland eine große Kämpferin für die Menschenrechte.“
Die Inuit müssen bei allen Diskussionen über die Zukunft Grönlands einbezogen werden, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) angesichts der zunehmend angespannten geopolitischen Lage. Die aktuelle Politik der US-amerikanischen Bundesregierung unter Präsident Donald Trump werfe ernsthafte menschenrechtliche Bedenken auf. Insbesondere das Kaufangebot für die gesamte Insel stelle eine wiederholte kolonialistische Bedrohung dar, die nicht nur die Souveränität Grönlands untergrabe, sondern vor allem die Rechte, das Land und die Kultur der Inuit gefährde.
Laut der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist das EU-Mercosur-Abkommen, das am Samstag (17. Januar) unterzeichnet werden soll, eine Bedrohung für Menschenrechte und die Lebensgrundlagen indigener Gemeinschaften.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Entscheidung der bolivianischen Regierung, ihr umstrittenes wirtschaftspolitisches Maßnahmenpaket zu überarbeiten und das entsprechende Dekret aufzuheben. Wochenlange Proteste sozialer Organisationen, Gewerkschaften und indigener Akteure unter Führung der Gewerkschaftsföderation COB waren der Entscheidung vorangegangen.
In einem beispiellosen Verfahren hat eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten dem umstrittenen Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur heute zugestimmt. Das deutsche Netzwerk Gerechter Welthandel und seine Mitgliedsorganisationen verurteilen die Missachtung der weitverbreiteten Kritik und Sorge um die Auswirkungen des Abkommens auf die bäuerliche Landwirtschaft, die Gesundheit von Verbrauchern und Produzenten, Arbeitnehmer, die Natur und das Klima.