Seit der Annektierung der Krim durch Russland im Frühjahr 2014 sind die Krimtataren Schikanen und Repressionen ausgesetzt. Unser GfbV-Koordinator für die Krimtataren, Dr. Mieste Hotopp-Riecke, hat für Sie dazu ein Presse- und Aktionsdossier erstellt, das eine Bandbreite an Hintergrundinformationen und Aktionsmöglichkeiten bietet.
Dr. Mieste Hotopp-Riecke leitet das Institut ICATAT (Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien) in Magdeburg, ist seit vielen Jahren ehrenamtlicher Koordinator der GfbV für die Turkvölker und setzt sich besonders für die Rechte der Krimtataren ein.
Repressionen gegen Krimtataren: Demokratische Selbstvertretung von Schließung bedroht – Sorge um Sicherheit der Minderheit wächst
Die Repressionen gegen Krimtataren werden stärker. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen berichtete am Montag, der demokratischen Interessensvertretung der Minderheit, dem Medschlis in Simferopol, drohe die Schließung. Wegen „illegaler extremistischer Aktivitäten“ habe die Staatsanwältin auf der Krim beim Ermittlungskomitee des russischen Geheimdienstes FSB gegen den Vorsitzenden des Medschlis, Refat Tschubarow, und andere Mitglieder des Gremiums ein Strafverfahren eingeleitet.
Putins Doppelzüngigkeit entlarven! Einreiseverbot für Krimtatarenführer Dschemilew aufheben!
Die Teilnehmer des Petersburger Dialogs in Leipzig sollen während ihrer Gespräche mit den Repräsentanten der russischen Zivilgesellschaft am Mittwoch in Leipzig offen die Doppelzüngigkeit von Wladimir Putin kritisieren und die Aufhebung des Einreiseverbots für Krimtatarenführer Mustafa Dschmilew verlangen. Dieser Forderung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit einer Mahnwache vor dem Tagungsgebäude Nachdruck verliehen.
Menschenrechtsaktion: Putins Doppelzüngigkeit entlarven! Einreiseverbot für Krimtatarenführer Dschemilew aufheben!
Mit einer Mahnwache wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Teilnehmer des Petersburger Dialogs am Mittwoch in Leipzig dazu auffordern, während ihrer Gespräche mit den Repräsentanten der russischen Zivilgesellschaft offen die Doppelzüngigkeit von Wladimir Putin zu kritisieren und die Aufhebung des Einreiseverbots für Krimtatarenführer Mustafa Dschmilew zu verlangen.
Hetze gegen muslimische Krimtataren und jüdische Ukrainer löst erste Fluchtbewegung aus
Antimuslimische und antijüdische Hetze haben eine erste Fluchtbewegung von der Krim ausgelöst. Rund 5.000 Angehörige der muslimischen Krimtataren – vor allem Frauen und Kinder – haben die Halbinsel in den vergangenen Tagen und Wochen bereits verlassen, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag.
Appell: „Bitte verhindern Sie die völkerrechtswidrige Annexion unserer Heimat, Frau Bundeskanzlerin!“
Wenige Tage vor dem unrechtmäßigen Referendum über den Status der Krim, bitten die auf der Halbinsel seit Jahrhunderten ansässigen Krimtataren die Bundeskanzlerin um Hilfe. „Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, bitte verhindern Sie die völkerrechtswidrige Annexion unserer Heimat durch Russland“, heißt es in einem Schreiben von Krimtataren an Merkel, das die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) heute der Bundeskanzlerin übermittelte.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Russlands Staatspräsident Wladimir Putin eine verlogene Minderheiten–Politik vorgeworfen. Die seit mehr als 40 Jahren für Minderheiten in Russland engagierte Menschenrechtsorganisation kritisierte, Putin instrumentalisiere Minderheiten nach Belieben, missachte jedoch systematisch ihre Rechte und Forderungen im eigenen Land.
„Die deutsche Bundesregierung darf die rund 300.000 Krimtataren auf der Halbinsel Krim nicht allein lassen“, forderte der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker, Tilman Zülch, am Donnerstag in Göttingen.
Bürgerrechte und Minderheitenschutz in der Ukraine durchsetzen
Die erhöhte Aufmerksamkeit vor und während der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine sollen Politiker in der EU nutzen, um von der ukrainischen Regierung die Einhaltung der Minderheitenrechte und die Freilassung von Julija Timoschenko zu fordern.
Erster deutsch-krimtatarischer Dialog in Berlin (27./28.06.)
Eine hochrangige Delegation der Krimtataren aus der Ukraine wird Anfang kommender Woche in Berlin erwartet. Auf gemeinsame Initiative des Weltkongresses der Krimtataren, des krimtatarischen Nationalrates Medschlis und zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen aus Deutschland wird es am Montag und Dienstag zu Begegnungen zwischen krimtatarischen und deutschen Politikern im Deutschen Bundestag, im Auswärtigen Amt, der Ukrainischen Botschaft Berlin sowie dem Bundesministerium des Innern kommen.