Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Das Gemälde "Halabja" stellt eine Szene aus der irakisch-kurdischen Stadt kurz nach dem Giftgasanschlag 1988 dar.
Saddam Husseins Giftgas in den Händen der IS?
Laut Berichten aus dem Nahen Osten könnte sich Saddam Husseins Giftgas in den Händen der IS-Terrormiliz befinden. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) weist darauf hin, dass die Produktion dieser Chemiewaffen, mit denen Saddam Hussein ein furchtbares Massaker in der irakisch-kurdischen Stadt Halabja anrichtete, zu großen Teilen auch von deutschen Firmen unterstützt wurde.
Keine türkisch beherrschte Pufferzone in Nordsyrien ohne gleichberechtigte Beteiligung von Kurden und Christen!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt eindringlich vor der Errichtung einer türkisch beherrschten „Pufferzone“ in Nordsyrien gegen den Willen der dort ansässigen kurdischen und christlichen Bevölkerung. Der türkischen Regierung das Leben und Wohlergehen der Menschen in diesen drei seit zwei Jahren selbstverwalteten kurdischen Kantonen anzuvertrauen wäre unverantwortlich, denn sie schikaniert und diskriminiert die kurdische Bevölkerung im eigenen Land seit Jahrzehnten.
Mit einer Mahnwache will die Gesellschaft für bedrohte Völker gemeinsam mit dem Bundesverband der Aramäer in Deutschland, dem Zentralrat der Yeziden, dem Verband der Vereine aus Kurdistan (KOMKAR) und dem Zentralverband der assyrischen Vereinigungen in Deutschland (ZAVD) darauf aufmerksam machen, dass den Minderheiten im Irak die Vernichtung droht. Foto: Michaela Böttcher für GfbV
Mit einer Mahnwache am Brandenburger Tor wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Montag, den 1. September 2014, ab 12 Uhr die Entscheidung der deutschen Bundesregierung begrüßen, Rüstungsgüter nach Irakisch-Kurdistan zu liefern.
Irak: Yeziden, Christen und Kurden benötigen unseren Beistand!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) appelliert an alle Bundestagsabgeordneten, sich für den Schutz von Irakisch-Kurdistan zu entscheiden. „Angesichts der tödlichen Bedrohung durch die „Barbaren des 21. Jahrhunderts“ darf die multiethnische und multireligiöse Region Nordirak nicht allein gelassen werden“, sagte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Montag in Göttingen.
Keine deutschen Waffen gegen Völkermord? Zurückhaltung der Bundesregierung angesichts von Gräueltaten und Massenvertreibungen scharf kritisiert
Nur legitime Regierungen sollten deutsche Waffen erhalten, betonte Vizekanzler Sigmar Gabriel während der Diskussion über mögliche Rüstungslieferungen in den Irak. Der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch, kritisiert diese Zurückhaltung.
Yezidin berichtet über verzweifelte Lage der Zivilisten in umkämpften Gebieten des Irak
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) lädt herzlich ein zu einem
Pressegespräch mit der Yezidin Nehad Isa
am Donnerstag, den 14. August 2014,
um 11:00 Uhr
im Victor-Gollancz-Haus für Menschenrechte,
Geiststraße 7, 37073 Göttingen
Hilfe aus Deutschland für Syrien darf nicht in die Hände von Islamisten gelangen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Bemühungen des UN-Sicherheitsrats, Extremisten des Islamischen Staates (IS) im Irak finanziell zu schwächen und vom Zustrom ausländischer Kämpfer abzuschneiden.
Alarmierende Hilferufe erreichen die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aus dem äußersten Nordwesten des Irak. Islamistische ISIS-Kämpfer sollen dort während ihres Vorrückens innerhalb weniger Tage schon mindestens 300 kurdische Yeziden getötet und rund 500 yezidische Frauen gefangen genommen haben.