Seit dem 27. Juni befindet sich der indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier bereits unter unerträglichen Bedingungen in Einzelhaft im Bundesgefängnis von Lewisburg, Pennsylvania. Die große Hitze in der kleinen Zelle und seine Isolation machen dem fast 67-jährigen herzkranken Diabetiker schwer zu schaffen.
In einem Brief schildert Anwalt Robert R. Bryan die vielen Hinweise darauf, dass Peltier vermutlich bewusst getäuscht wurde, um ihn zu dieser drakonischen Strafe verurteilen zu können.
Ureinwohner leiden für „unseren“ Atomstrom – RWE muss für Schutz vor Radioaktivität in Uran-Abbaugebieten sorgen!
Mit einer Mahnwache vor der RWE-Hauptversammlung in Essen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch schwere Vorwürfe gegen den Energieversorger erhoben: „Ureinwohner leiden für „unseren“ Atomstrom!“, kritisierte die Menschenrechtsorganisation auf Schildern und forderte Schutzmaßnahmen nach deutschem Standard für Bergleute und Anwohner in der Nähe von Uran-Minen oder -Tagebau.
Menschenrechte indianischer Strafgefangener in den USA Leonard Peltier – Kämpfer für die Rechte indigener Völker
Der indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier (66) wurde im Zusammenhang mit dem Tod zweier FBI-Beamter, die bei einer Schießerei am 26. Juni 1975 ums Leben kamen, unschuldig zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Die Schießerei wurde nachweislich vom FBI provoziert. Die US-Regierung hat zugegeben, dass sie eine Schuld Peltiers nicht nachweisen kann.
GfbV fordert Herkunftsnachweis für Uran für deutsche AKW: Uranabbau verseucht Ureinwohner-Gebiete!
Am Vortag der Anti-Atom-Menschenkette von Neckarwestheim nach Stuttgart erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) daran, dass bereits ganz am Anfang des Urankreislaufs Menschen hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Die Uranminen befinden sich meist im Gebiet von Ureinwohnergemeinschaften wie bei den Adivasi in Indien, den Tuareg in Niger, den Aborigines in Australien oder den Lubicon-Cree-Indianern in Kanada.
Bericht zum Besuch von Henry Red Cloud in Göttingen
Henry Red Cloud, Nachfahre des berühmten Chief Red Cloud berichtete vom Leben auf der Reservation und über die Projekte der Oglala-Lakota aus dem Pine Ridge Reservat in Süd Dakota. David Bartecchi schilderte die Arbeit von Village Earth und die politischen Hintergründe. Übersetzung: Ralf Kracke-Berndorff.
Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) wurde bereits 1989 gemeinsam mit Vertretern indigener Völker abgefasst und anschließend verabschiedet. Als einzige völkerrechtlich bindende Norm über eingeborene und in Stämmen lebende Völker stellt sie die derzeitige Grundlage für deren Schutz dar.