Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan durch seine Kritik an der Armenien-Resolution des Bundestags dafür gesorgt hat, dass der Völkermord in Namibia auch in Deutschland wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist.
Völkermord verjährt nicht!
Für die Nachfahren der Opfer sowie zahlreiche Historiker steht fest: Die Verbrechen an den Herero und Nama in den Jahren von 1904 bis 1908 waren der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts.
Vor über 100 Jahren, am 12. Januar 1904, begann der Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia. Doch vergeblich warten die Nachkommen der Überlebenden bis heute auf eine offizielle Entschuldigung Deutschlands für die im deutschen Namen begangenen Verbrechen. Foto: UN Photo/Eskinder Debebe
Der Völkermord an den Herero und Nama
Soldaten und Siedler des deutschen Kaiserreiches ermordeten im Jahr 1904 zehntausende Herero und Nama. GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius erinnert an den Völkermord in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia.
Bis heute streiten Historiker und Nachkommen deutscher Siedler oder Soldaten über die Frage, ob es sich bei dem Vernichtungskrieg von Generalleutnant Lothar von Trotha gegen die Herero und Nama um Völkermord handelt. Foto: Gustavo Jeronimo via Flickr lizenziert unter Creative Commons CC BY 2.0
Der Völkermord an den Herero und Nama
Am 12. Januar 1904 begann der Aufstand der Herero in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, der heutigen Republik Namibia.