Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Im Jahr 2004 jährte sich der Beginn der Herero- und Nama-Aufstände in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, der heutigen Republik Namibia, zum 100. Mal. Zwischen 1904 und 1908 hatten die Herero und Nama gewaltsam gegen die Willkür und Unrechtmäßigkeit der deutschen Kolonialherren aufbegehrt, nachdem diese ihnen fast alles genommen hatten: das Land, das Vieh und die eigene Identität. In Folge der Auseinandersetzungen mit der Deutschen Schutztruppe unter dem Kommando des berüchtigten Generalleutnant Lothar von Trotha sowie der anschließenden Internierung der Überlebenden in sogenannten Konzentrationslagern kam es zur beinahe vollständigen Vernichtung der beiden Völker: Etwa 80 Prozent der Herero und 50 Prozent der Nama fielen der Vernichtungswut des Schutztruppenkommandanten zum Opfer.

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