683 Rohingya-Flüchtlinge aus Burma seit Weihnachten in Thailand und Malaysia aufgegriffen
In Thailand und Malaysia sind seit Weihnachten 683 Rohingya-Flüchtlinge aus Burma festgesetzt worden. Die andauernde Flucht von Angehörigen dieser Minderheit macht deutlich, dass Muslime in Burma noch immer Opfer von Menschenrechtsverletzungen werden.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) organisiert am frühen Donnerstagabend in der Göttinger Innenstadt vor der Jacobikirche eine Lichtermahnwache unter dem Motto „Für Religionsfreiheit. Weltweit“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation informieren dort über die Situation verfolgter Glaubensgemeinschaften.
Burma verspricht mehr Minderheitenschutz – doch Krieg gegen Nationalitäten hält weiter an
Die Ankündigung der Regierung Burmas, für einen besseren Minderheitenschutz zu sorgen, gibt nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kaum Anlass zur Hoffnung. Offenbar sollen US-Präsident Barack Obama und die internationale Gemeinschaft mit vagen Versprechungen getäuscht werden.
Politische Gefangene werden nicht freigelassen – Amnestie ist „Augenwischerei“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung Burmas vorgeworfen, mit der kurz vor dem Burma-Besuch von US-Präsident Barack Obama angekündigten Amnestie von Gefangenen die Weltöffentlichkeit bewusst zu täuschen. Die Amnestie ist Augenwischerei, denn politische Gefangene wurden nicht freigelassen.
Rohingya-Flüchtling im Nayapara camp/Bangladesh, Foto: Ruben Flamarique/Austcare - World Humanitarian Aid (flickr.com)
Drohende Flüchtlingstragödie – Bangladesch muss Burma-Flüchtlingen endlich Schutz gewähren!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bangladesch aufgefordert, Rohingya-Flüchtlingen aus dem Nachbarland Burma endlich Schutz und Zuflucht zu gewähren. Es ist unmenschlich und verstößt gegen das Völkerrecht, dass Bangladesch Rohingya auch nach den jüngsten Übergriffen auf die Minderheit in Burma an der Grenze zurückweist.
21 Flüchtlinge werden verhaftet und abgeschoben – Kritik an Stimmungsmache gegen Rohingya
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Regierung Bangladeschs aufgefordert, muslimischen Rohingya-Flüchtlingen aus Burma endlich Schutz zu gewähren. In den letzten sieben Tagen waren erneut 21 Angehörige der in Burma verfolgten Minderheit in Bangladesch wegen „illegaler Einreise“ verhaftet worden.
Keine Aufhebung der Sanktionen gegen Burma ohne Bürgerrechte für Rohingya!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer Aufhebung der Sanktionen gegen Burma, so lange der muslimischen Minderheit der Rohingya dort Bürgerrechte verweigert werden. Burma hat zwar erste Schritte zu einer Demokratisierung getan. Doch die anhaltende Diskriminierung der rund 800.000 Rohingya, denen kollektiv die Staatsbürgerschaft entzogen wurde, zeigt, wie weit der Weg zu einer echten Demokratie noch ist.
Weltsicherheitsrat sollte Beispiel muslimischer Staaten folgen und sich für Rechte verfolgter Rohingya in Burma einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Initiative der Organisation für Islamische Kooperation (OIC), die schwierige Lage der muslimischen Rohingya-Minderheit vor die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) zu bringen. Zum ersten Mal setzen sich muslimische Staaten gemeinsam engagiert für die verfolgte muslimische Minderheit in Burma ein.
Islamische Staaten sollen sich für Rechte von Muslimen in Burma einsetzen
Die Organisation für Islamische Kooperation (OIC) soll sich für die Anerkennung der rund 800.000 muslimischen Rohingya als gleichberechtigte Staatsbürger in Burma einsetzen. Mit diesem dringenden Appell hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag an die OIC gewandt. Eine gemeinsame Initiative aller muslimischen Staaten wäre ein deutliches Signal an Burmas Regierung, die muslimische Minderheit nicht länger zu diskriminieren und aus dem Land zu treiben.