Der Welt-Roma-Tag wird international am 8. April begangen. Er würdigt den Beitrag der seit über 1.000 Jahren in Europa beheimateten Minderheit der Sinti und Roma an Kultur und Geschichte.
Foto: Diversity via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Welt-Roma-Tag (08.04.)
Anlässlich des Welt-Roma-Tages am 8. April fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Europäische Union und den Europarat und seine Mitgliedsstaaten dringend dazu auf, sofort und nachh…
Bielova hatte 2017 an einem Austausch zwischen Minderheiten aus der Ukraine und Deutschland teilgenommen, den die GfbV gemeinsam mit der krimtatarischen Organisation DEVAM durchgeführt hatte. Foto: Böttcher/GfbV (2017)
Messer-Angriff in der Ukraine
Am Abend des 24. Oktober wurde die Roma-Aktivistin Anzhelika Bielova von einem Unbekannten attackiert und schwer verletzt. Der Täter ist auf der Flucht. Bielova leitet die Organisation Lacho Drome, ein Zentrum für Roma-Rechte in der süd-ukrainischen Stadt Zaporizhia. „Wir sind schockiert von diesem offenbar gezielten Angriff auf eine Aktivistin für Minderheitenrechte“, erklärt Jasna Causevic, Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Das Denkmal für ermordete Sinti und Roma vor dem Bundestag. Headerbild: Don Barrett via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0).
75. Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma (2.8.)
Die GfbV kritisiert die Ideenlosigkeit der EU angesichts des Antiziganismus. „Es braucht einen europaweiten Masterplan für Sinti und Roma“. „Keine Strategie zu erkennen, wie die EU diese europäischen Minderheiten schützen will“.
Der Welt-Roma-Tag wird international am 8. April begangen. Er würdigt den Beitrag der seit über 1.000 Jahren in Europa beheimateten Minderheit der Sinti und Roma an Kultur und Geschichte.
Foto: Diversity via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Welt-Roma-Tag (08.04.)
Zum Welt-Roma-Tag am 8. April erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die systematische Diskriminierung von Angehörigen dieser Minderheit. Zudem fordern Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter aus dem Kosovo von der UN Wiedergutmachung: Mehrere hundert von ihnen waren über Jahre in bleivergifteten Flüchtlingslagern untergebracht. Kürzlich appellierten EU-Abgeordnete und der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Giftstoffe an den UNO-Generalsekretär, endlich zu handeln. Seit Beginn des Kosovo-Krieges wurden rund 130.000 der 150.000 Roma und Aschkali aus dem Land getrieben. Antiziganismus, die Hauptursache für Flucht und Vertreibung, grassiert weiter. Wirksame Maßnahmen dagegen werden kaum umgesetzt.
Schon früh hatte die GfbV den Verdacht, dass die fünf Camps in Nord Mitrovicë/Mitrovica ganz in der Nähe einer Bleischmelzanlage extrem verseucht waren, öffentlich gemacht und eine Evakuierung der Lager gefordert. Foto: Roma-Mädchen Sarah Jahirovic (2008) Foto: Bernard Sulivan.
Kosovo: Hoffnung für bleivergiftete Flüchtlinge
In einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres haben 55 Europa-Abgeordnete Entschädigung für Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter gefordert, die nach dem Kosovo-Krieg 1999 von den Vereinten Nationen in bleiverseuchten Flüchtlingslagern untergebracht worden waren und deshalb ernsthaft erkrankt sind. Das Engagement der Parlamentarier gibt den Opfern des unverantwortlichen Umgangs der UN mit diesen Flüchtlingen Hoffnung auf Gerechtigkeit und endlich angemessene medizinische Hilfe.
Seit einem halben Jahrhundert setzen wir uns für ethnische und religiöse Minderheiten, Nationalitäten und indigene Gemeinschaften, gegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen ein.
Bild: GfbV
50 Jahre Gesellschaft für bedrohte Völker
1968 – das ist nicht nur das Jahr der Studentenbewegung, ihres Aufbegehrens gegen verknöcherte Autoritäten, die Elterngeneration und den Vietnamkrieg.
Seit 2012 erinnert ein Mahnmal in Berlin an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma zur Zeit des Nationalsozialismus. Foto: Yvonne Bangert für GfbV
Die Anerkennung der Sinti und Roma in Deutschland
Es war ein langer Weg, bis die Sinti und Roma neben den Dänen, Sorben und Friesen endlich zu den vier anerkannten nationalen Minderheiten in Deutschland gehörten. Eine Erfolgsgeschichte.
Bedauerlich ist, dass Juncker kein Wort über die soziale Lage der Roma-Bevölkerungen im West-Balkan verloren hat. Foto: Nikolay Doychinov (EU2018BG) via Flickr
Europäische Union soll sich mehr für Roma und Bosnien einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker-International (GfbV-I) hat eine kritische Bilanz der West-Balkan-Reise des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker gezogen.
Am 6. März wird die Menschenrechtsorganisation eine Dokumentation über Gesundheitsprobleme ehemaliger Lagerinsassen und ihrer Kinder vorlegen. Foto: GfbV
UN sollen Roma-Flüchtlinge entschädigen
Der Verdacht, dass Roma-Flüchtlinge im Kosovo durch die Unterbringung in Flüchtlingslagern der Vereinten Nationen (UN) auf bleiverseuchtem Grund gesundheitliche Langzeitschäden davongetragen haben, erhärtet sich nach Erkenntnissen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).