Die Gesellschaft für bedrohte Völker und der Weltkongress der Uiguren haben Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume am heutigen Freitag aufgefordert, sich während seiner am Sonntag beginnenden China-Reise zur Rolle uigurischer Zwangsarbeiter in den Lieferketten des VW-Konzerns zu äußern. Volkswagen hat nicht nur wegen seiner dunklen Vergangenheit eine moralische Verantwortung. Der Konzern muss sicherstellen, dass er weder direkt noch indirekt vom Völkermord an den Uiguren und anderen Turkvölkern profitiert.
Einladung zur Menschenrechtsaktion am Tag der Menschenrechte in Berlin (10.12.)
Am Tag der Menschenrechte (10. Dezember) fordern Tibeter*innen, Uigur*innen, Hongkonger*innen, Chines*innen und Schüler*innen eine Neuausrichtung der deutschen China-Politik. Zum Protestzug von über 300 Personen mit Kundgebung in Berlin laden die veranstaltenden Organisationen Sie herzlich ein.
Vor einem Jahr urteilte das renommierte Uyghur Tribunal in London, dass die chinesische Regierung in Xinjiang / Ostturkestan Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord an den Uigur*innen begeht. Was hat sich an der China-Politik Deutschlands seit dem Uyghur Tribunal Urteil geändert? Wo gibt es neue Impulse? Was muss sich ändern?
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hält die Reise des Bundeskanzlers mit einer Wirtschaftsdelegation nach China für ein völlig falsches Signal.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert Bundeskanzler Scholz auf, bei seiner für den 3. und 4. November geplanten China-Reise auf die Mitnahme einer Wirtschaftsdelegation zu verzichten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist äußerst enttäuscht vom gestrigen Abstimmungsverhalten der Staaten im UN-Menschenrechtsrat. Autoritäre Regime verhinderten gemeinsam eine Debatte über die Verbrechen der chinesischen Regierung an den muslimischen Turkvölkern in der Region Xinjiang / Ostturkestan.
Die radikale Zero-Covid-Politik der chinesischen Regierung trifft die uigurische Provinz Xinjiang / Ostturkestan derzeit mit voller Härte. Seit einigen Tagen erreichen die GfbV immer mehr glaubhafter Berichte uigurischer Familien, die nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden – während Han-Familien weiter das Notwendigste bekommen.
UN-Bericht bestätigt Menschenrechtsverletzungen in China
Die Gesellschaft für bedrohte Völker begrüßt den UN-Bericht über Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Provinz Xinjiang / Ostturkestan und fordert Konsequenzen auch in Deutschland. Dieser UN-Bericht bestätigt endlich die längst bekannten Vorwürfe gegen chinesische Behörden. Deutsche Unternehmen in der Region haben nun keine Ausrede mehr: Sie müssen sich aus Xinjiang zurückziehen.
Einladung zu Menschenrechtsaktion in Wolfsburg (1.9.)
Volkswagen muss sein Schweigen zum Völkermord an den Uigur*innen beenden. Die Gesellschaft für bedrohte Völker und der Weltkongress der Uiguren fordern den neuen VW-Chef Oliver Blume am Tage seines Arbeitsbeginns als CEO in Wolfsburg auf, das VW-Werk in Urumqi zu schließen.