Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Einem Bericht der angesehenen israelischen Zeitung Jerusalem Post vom 08. November zufolge hat der russische Tschetschenien-Beauftragte Dmitri Kozak nach einem Treffen mit Premierminister Ariel Scharon in Israel angekündigt, dem Kreml den Aufbau einer Mauer um Tschetschenien nach dem Vorbild der israelischen Mauern um Teile der West Bank zu empfehlen.
Dazu erklärt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV):
„In Berlin wird heute, am 16. Jahrestag des Mauerfalls, mit einem Festakt an das Schicksal der Mauertoten, aber auch an die Wiedervereinigung der deutschen Hauptstadt erinnert. Wir bitten den Berliner Oberbürgermeister Klaus Wowereit darum, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Namen der Einwohner Berlins vom Mauerbau in Tschetschenien abzuraten. Russland darf ein Gebiet nicht von der Außenwelt abkapseln, in dem die russische Armee seit 1994 180.000 Menschen vernichtet hat.“
Die Osteuropareferentin der GfbV, Sarah Reinke, verurteilte Terrorakte tschetschenischer Extremisten gegen die russische Bevölkerung genauso wie den russischen Völkermord an den Tschetschenen. Sie wies darauf hin, dass allein im vergangenen Monat in Tschetschenien 116 Menschen „verschwunden“ seien, unter ihnen zehn Frauen,drei Miliz-Angehörige, zwei Kinder im Alter von sieben und zwölf Jahren, fünf Jugendliche unter 16 Jahren und ein 70-Jähriger. Zwei der Verschwundenen seien bereits tot aufgefunden worden. 20 Personen seien von Unbekannten ermordet worden, unter ihnen sieben Frauen, ein Junge und zwei alte Männer.

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