Aktuelle Hintergrundberichte, Pressemitteilungen und Geschichten, die bewegen: Unsere News und Artikel halten Sie über die wichtigsten Themen rund um Menschenrechte und Minderheiten auf dem Laufenden. Wir machen auf aktuelle Menschenrechtsverletzungen aufmerksam, ordnen politische Entwicklungen ein und zeigen auf, welche Wirkung unsere Arbeit erzielt.
Ältere Beiträge können Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Sie wurden im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Sorge um Weimarer Menschenrechtspreisträger
Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist in großer Sorge um die Sicherheit des Journalisten und diesjährigen Preisträgers des Weimarer Menschenrechtspreises, Prof. Dr. Dinko Gruhonjić. „Wir appellieren an das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Serbien, sich für Schutzmaßnahmen für die unabhängigen Journalisten Dinko Gruhonjić und Ana Lalić-Hegediš einzusetzen, die am Dienstag Morddrohungen erhalten haben. Sie brauchen dringend Schutz und Unterstützung!“, sagt Jasna Causevic, Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung bei der GfbV, heute in Göttingen.
Tansania setzt systematische Vertreibung der Maasai fort
Ein Jahr nach der Verabschiedung einer EU-Resolution am 14. Dezember 2023 gegen die Vertreibung der Maasai aus dem Ngorongoro-Naturschutzgebiet und dem geplanten Schutzgebiet in Loliondo hat sich die Lage vor Ort weiter verschärft, berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeigt sich tief besorgt über die Verleihung des „Cátedra Konrad Adenauer USIL 2024“-Preises an die peruanische Unternehmensgruppe Ocho Sur und fordert eine Aberkennung der Auszeichnung. Ocho Sur steht seit Jahren im Fokus schwerwiegender Kritik, da das Palmölunternehmen im peruanischen Amazonasgebiet in der Region Ucayali massiv gegen indigene Rechte und Umweltschutzstandards verstoßen haben soll.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert Bundeskanzler Olaf Scholz auf, bei seinem Treffen mit Serbiens Präsident Aleksandar Vučić eine Ausrichtung Serbiens zur euro-atlantischen Integration und eine sofortige Distanzierung von Russland einzufordern.
Anlässlich der geplanten Reise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in die Bundesrepublik Nigeria macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die prekäre Lage der Zivilbevölkerung aufmerksam. „Nicht nur durch bewaffnete Gruppierungen, sondern auch durch die Sicherheitskräfte des Landes sehen sich die Menschen in Nigeria zahlreichen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt“, so Laura Mahler, GfbV-Referentin für Subsahara-Afrika.
Nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes in Syrien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ihren Appell an die Bundesregierung erneuert, die Menschen in Syrien nicht ihrem Schicksal zu überlassen. „Die Bundesregierung sollte sich jetzt aktiv für einen Übergangsprozess einsetzen, in dem demokratische und säkulare Strukturen gestärkt werden. Bis das nicht gewährleistet ist, warnen wir vor vorschnellen Aufrufen zur Rückkehr von Geflüchteten“, fordert der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor den gravierenden wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen, die durch das EU-Mercosur-Abkommen drohen und fordert einen Stopp der Verhandlungen. „Für indigene Gemeinschaften in Südamerika, deren Territorien oft die Grundlage für Rohstoffabbau und Agrarwirtschaft sind, ist das EU-Mercosur-Abkommen eine Bedrohung ihrer Lebensgrundlage. Das Abkommen fördert Landnahme, Umweltzerstörung und die Verletzung indigener Rechte. Es ist der Inbegriff einer Politik, die Klimaschutz und Menschenrechte gegeneinander ausspielt“, kritisiert Jan Königshausen, Referent für Indigene Völker bei der GfbV.
Bundesregierung blockiert humanitäre Hilfe für Nordsyrien
Angesichts des neu aufgeflammten Bürgerkriegs in Syrien und des Vormarsches der von der Türkei unterstützten Islamisten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Auswärtige Amt erneut aufgefordert, seine Blockadepolitik gegenüber humanitärer Hilfe für die von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) kontrollierten Gebiete im Norden und Nordosten Syriens aufzugeben.
Menschenrechtsverletzungen und Kampf für Demokratie in Serbien
Der serbische Journalist und diesjährige Preisträger des Weimarer Menschenrechtspreises Dinko Gruhonjić warnt vor einer Eskalation der Gewalt gegen Journalisten, Menschenrechtsverteidiger und Regierungskritiker in Serbien. „Seit Mitte März 2024 bin ich das Ziel einer regelrechten Lynchkampagne, die hauptsächlich von prorussischen Gruppen auf Telegram und hochrangigen Regierungsbeamten, darunter Präsident Aleksandar Vučić, angeführt wird“, erzählt Gruhonjić und appelliert: „Die Bürger Serbiens, Menschenrechtsverteidiger, die Zivilgesellschaft und Studenten, die für Demokratie kämpfen, brauchen die Unterstützung der Europäischen Union und der internationalen Gemeinschaft.“