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Aktuelles News & Artikel Christenverfolgung im Irak – erhaltet das friedliche Irakisch-Kurdistan!

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Christenverfolgung im Irak – erhaltet das friedliche Irakisch-Kurdistan!

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Im Irak ist momentan die größte Christenverfolgung der Gegenwart im Gang:

Auf mehr als 30 Kirchen im Zentrum und im Süden des Irak wurden bereits Anschläge verübt, jeder christliche Geistliche muss ständig um sein Leben fürchten. Christen werden auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule angegriffen, in ihren Wohnungen oder Läden überfallen. Hunderte wurden schon verschleppt und ermordet, Mädchen und Frauen vergewaltigt. Immer wieder werden bestialisch verstümmelte Leichen von entführten Christen gefunden. Oftmals hatten ihre Familien davor verzweifelt versucht, das Leben ihrer Lieben mit hohen Lösegeldern zu retten. Vergeblich. Denn islamistische arabische Terrorgruppen sind dazu entschlossen, die Christen, die seit 2000 Jahren im Irak zu Hause sind, aus dem Land zu jagen.

Die Zahl der Christen im Irak – die in der Mehrzahl Assyro-Chaldäer-Aramäer sind und Aramäisch, die Sprache Jesu, sprechen – ist bereits dramatisch gesunken:

Lebten dort 1987 noch etwa 1,4 Millionen Christen, gab es bei Kriegsbeginn 2003 nur noch etwa 650.000, von denen mittlerweile bereits drei Viertel aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Zehntausende sind auf der Flucht – und die Welle der Gewalt reißt nicht ab.

Flucht in den – noch – sicheren Nordirak

Viele Christen fliehen in das autonome Irakisch-Kurdistan und in die benachbarte Niniveh-Ebene im Nordirak, wo die historischen Wurzeln der Assyro-Chaldäer-Aramäer liegen.

Diese heute friedliche Region war unter dem Regime von Saddam Hussein Schauplatz furchtbarer Gräueltaten, deren Höhepunkt die so genannte „Anfal-Offensive“ 1987/1988 mit tausenden Toten bildete. In einem grausamen Feldzug gegen Kurden, Assyro-Chaldäer und andere Minderheiten wurde im März 1988 die Stadt Halabja mit Giftgas angegriffen. Dabei wurden an einem einzigen Tag mindestens 5000 Zivilisten getötet.

Heute leben muslimische Kurden und Minderheitenangehörige wie die christlichen Assyro-Chaldäer in Kurdistan friedlich zusammen. Die Christen haben sogar eigene Vertreter im Parlament und in der Regierung. Nun aber werden nordirakische Dörfer vom Nachbarland Türkei mit schwerer Artillerie beschossen. Wieder müssen die leidgeprüften Menschen um ihr Leben und ihre Zukunft fürchten.

Internationale Hilfe – dringend!

In den letzten Wochen machten die Regierungen der Nachbarländer Syrien und Jordanien ihre Grenzen für Flüchtlinge aus dem Irak dicht. Immer mehr Verfolgte suchen im Nordirak Schutz. Die Regionalregierung Kurdistan ist jedoch nicht mehr imstande, die notwendige Hilfe für die Tausenden Flüchtlinge bereitzustellen.

Weltweit müssen alle für Frieden stehenden Kräfte zusammenarbeiten, um den irakischen Christen eine neue – sichere – Heimat zu geben: im Nordirak, der dringend humanitäre Unterstützung und politischen Schutz durch die internationale Gemeinschaft braucht, aber auch in anderen Ländern wie Deutschland.

Bitte unterstützen Sie unseren Appell an die deutsche Bundesregierung:

– Deutschland muss sein ganzes außenpolitisches Gewicht gegenüber dem Nato-Land Türkei einsetzen, um den Nordirak als letzten Zufluchtsort für Tausende irakische Christen vor Krieg und Zerstörung zu bewahren.

– Deutschland muss für christliche Flüchtlinge in Irakisch-Kurdistan, Syrien und Jordanien humanitäre Hilfe zur Verfügung stellen.

– Christen, denen die Flucht aus der Hölle Irak gelungen ist, dürfen keinesfalls dahin zurückgeschoben werden, sondern sollten – auch in Deutschland – Asyl bekommen.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende – auch kleine Beträge helfen!

Vielen herzlichen Dank.

Online spenden

Hier finden Sie den Appell als ausdruckbare Unterschriftenliste im PDF-Format. (Falls Sie die Möglichkeit haben – bitte sammeln Sie Unterschriften! Senden Sie uns ausgefüllte Listen bitte bis 31. Januar 2008 zu).

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