Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Die GfbV hat der Leitung der XXIII. Afghanistan-Tagung in Haus Villigst/Schwerte eine Stellungnahme zukommen lassen, die sich auf die dem Feature zugrunde liegende Recherche und weitere ihr vorliegende Informationen bezieht. Darin stellt sie einen Zusammenhang zwischen den Mängeln des Staatsaufbaus und der durch das Feature ‚Morde im Norden‘ beschriebenen ‚Herrschaft der Waffe‘ her:
„Wenn sich die Internationale Staatengemeinschaft nicht mit der ‚Herrschaft der Waffe‘ auseinandersetzt, die durch mindestens 200 000 Miliz-Soldaten ausgeübt wird, werden alle Ansätze des ‚Nationbuilding‘ in Afghanistan scheitern bzw. ad absurdum geführt:
Besonders deutlich zeigt sich das für den deutschen Afghanistan-Einsatz z.Z. auf dem Gebiet des Regionalkommandos Nord. Durch den ARD-Radio-Journalisten Marc Thörner und den Afghanistan-Referenten der Gesellschaft für bedrohte Völker Tillmann Schmalzried wurden Berichte über ethnische Säuberungen durch Warlord-Milizen in Nordafghanistan überprüft. Wir konnten feststellen, dass seit Sommer 2008 in der Provinz Balkh politische Morde an führenden Mitgliedern der paschtunischen Minderheit stattfanden. Die absolute Untätigkeit der lokalen Behörden bei der Aufarbeitung dieser Verbrechen lässt Vorwürfe, Gouverneur Atta Mohammad Nur selbst stecke hinter den Morden, plausibel erscheinen. Außerdem konnten Berichte über ethnische Säuberungen an der paschtunischen Bevölkerung im Norden Sar-e Pols durch Milizen der Jamiat-e Islami und der Jonbesch-e Melli – eine Mordserie, die zur Massenflucht tausender Familien führte – durch Befragungen vor Ort unterm
Download Manuskript des Features

Gemeinsam handeln – Newsletter abonnieren
Bleiben Sie informiert über unsere Menschenrechtsarbeit, Erfolge und aktuelle Kampagnen. Unser Newsletter bringt Ihnen Stimmen unserer Partner*innen, Analysen und Möglichkeiten zum Mitmachen direkt ins Postfach.

