Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
2001 nahmen US-Militärs im Zuge ihres Einmarsches in Afghanistan 22 Uiguren fest, die vor politischer Verfolgung im Nachbarland China nach Afghanistan geflüchtet waren. Die Uiguren wurden nach Guantánamo gebracht. Schnell stellte sich heraus, dass sie keine Terroristen waren. Dennoch dauerte es viele Jahre, bis sie das Lager verlassen konnten. In China drohte und droht ihnen die Todesstrafe. Kein größeres Land traute sich aus Angst vor dem Druck der chinesischen Regierung, sie aufzunehmen. Die letzten drei von ihnen wurden zum Jahreswechsel 2013/2014 von der Slowakei aufgenommen. Die anderen Uiguren waren zuvor in Länder wie Albanien und Palau gebracht worden. Ulrich Delius, GfbV-Asienreferent, erklärt, warum es so lange gedauert hat, bis alle Uiguren Guantánamo verlassen konnten, obwohl schon kurz nach ihrer Festnahme vor zwölf Jahren feststand, dass sie alle unschuldig waren.
(Das Interview mit GfbV-Asienreferent Ulrich Delius können Sie sich auch direkt bei Soundcloud anhören.)

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