Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Schon zwischen den 1950er und 1980er Jahren wurden im Gebiet der Western Shoshone Nuklearwaffen getestet, unter deren gesundheitlichen Folgen die Indigenen noch heute zu leiden haben. Damals wurden in Nevada 928 Atomwaffentests durchgeführt. Der radioaktive Niederschlag verursachte bei der Bevölkerung von Nevada die am schnellsten wachsende Krebsrate in den USA.
Im Sommer 2006 wurde ein neuer Bombentest geplant: Beim Versuch „Divine Strake“ sollten 700-Tonnen Sprengstoff gezündet werden, um eine nukleare Explosion zu simulieren. Die Bombe selbst hätte keine atomaren Komponenten oder abgereichertes Uran enthalten.
Die Indianer und Umweltschützer lehnen jegliche Art von Bombenversuchen auf ihrem Territorium ab. Sie protestierten erfolgreich gegen den geplanten Test: Zunächst wurde der Test, der den paradoxen Namen „Divine Strake“ („Göttlicher Schlag“) trägt, dreimal verschoben und schließlich auf unbestimmte Zeit vertagt.
Seit Beginn 2007 mehren sich die Anzeichen, dass das Pentagon seinen Versuch auf der Nevada Test Site nun doch durchführen will. Die Detonation würde eine Erderschütterung zwischen 3,1 und 3,4 auf der Richterskala verursachen. Eine noch größere Gefahr stellt jedoch der radioaktive Niederschlag der früheren Atomtests dar: Durch die Explosion der Bombe würde die verseuchte Erde bis zu 3 km in die Luft geschleudert und riesige Rauchschwaden (ähnlich den Atompilzen) bilden.
Der geplante Versuch steht in krassem Widersprich zu einer Entscheidung des United Nations Committee on the Elimination of Racial Discrimination (CERD) vom 10. März 2006. In dieser wurden die USA ermahnt, jegliche Aktionen, die die Landrechte der Western Shoshone verletzen, wie z.B. auch Militärtests, „einzufrieren, zu unterlassen oder zu stoppen“. Außerdem hatte die US-Regierung 1863 mit der Unterzeichnung des Treaty of Ruby Valley den Indigenen versprochen, ihr Land zu schützen. Leider halten sich die USA schon seit langem nicht mehr an diese Vereinbarung. Sie deklarierten das Western Shoshone Gebiet als „öffentliches Land“. Dies stellt laut Einschätzung der UN und anderer Internationaler Foren wie der Menschenrechtskommission der OAS (Organisation of American States) eine klare Verletzung der Rechte der Westen Shoshone dar.
Bitte unterstützen Sie die Western Shoshone und unterzeichnen Sie unseren Appell an US-Energie-Minister Samuel W. Bodman.
Eine Kopie geht an Dr. Tegnelia von der „Defense Threat Reduction Agency“ sowie an die US-Botschaft in Deutschland.

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