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Aktuelles 307 Trump und die Minderheiten Editorial: Trump und die Minderheiten

Editorial: Trump und die Minderheiten

Editorial: Trump und die Minderheiten
Ein Angehöriger der Diné auf seinem Pferd in Monument Valley, Arizona. Bild: dicau5 via Flickr CC BY-SA 2.0

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Liebe Leserin, lieber Leser,

am 8. November 2016 wurde Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Die Reaktionen darauf waren genauso extrem wie der Wahlkampf: Fassungslosigkeit bei den einen, Jubel bei den anderen, Überraschung bei den meisten. Monatelang hatte Trump in Umfragen hinter seiner Rivalin Hillary Clinton zurückgelegen. Er war von einer verbalen Entgleisung in den nächsten kleinen und großen Skandal geschlittert. Doch am Tag der Wahl überzeugte Trumps „Make America great again“ in genug Bundesstaaten, um die Mehrheit der Wahlmänner zu gewinnen.

Seit Januar 2017 regiert Donald Trump nun im Weißen Haus. Kaum ein Tag vergeht, an dem er nicht für eine Schlagzeile in den Medien sorgt. Das Personalkarussell im Weißen Haus dreht sich. Trump erlässt umstrittene Dekrete. Die USA ziehen sich aus internationalen Organisationen und Vereinbarungen zurück. Der Atomkonflikt mit Nordkorea und dem Iran, seine Verehrung für Diktatoren und seine Abneigung für traditionelle Alliierte bestimmen die Außenpolitik. Auf Twitter, einem Netzwerk im Internet, in dem Nutzer Kurznachrichten verbreiten können, posaunt Donald Trump seine Sicht der Welt hinaus. „Chaos im Weißen Haus“ resümieren so viele Medien nach den ersten Monaten der Trump-Regierung.

Doch Entscheidungen und Äußerungen, Klima- und Gesundheitspolitik oder das Einreiseverbot für Menschen aus einigen muslimisch geprägten Ländern haben konkrete Folgen für das Leben US-amerikanischer Bürger und derer, die es werden wollen – nicht nur, aber vor allem auch für Minderheiten. Gemeinschaften von Minderheiten gibt es in den USA eine ganze Reihe: indigene, religiöse wie ethnische.

Wie reagieren Native Americans, Hispanics oder Muslime, um nur einige Minderheiten zu nennen, auf diese Veränderungen? Bei vielen herrscht Empörung und es regt sich der Widerstand. Die Black Lives Matter Bewegung sorgt weltweit für Aufmerksamkeit wegen Polizeigewalt und Rassismus. Indigene lassen sich im Kampf für Umweltschutz und Anerkennung nicht einschüchtern. Politischer Wandel vollzieht sich im Kleinen und Großen. Darauf wollen wir in dieser Ausgabe einen umfassenden Blick werfen.

Tauchen Sie mit uns ein in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Ein Land in Unruhe, des Widerstandes und der Hoffnung.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Johanna Fischotter

Redakteurin

aus „bedrohte Völker – pogrom“ Nr. 307, 04/2018

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„Ich wünsche mir, dass die Zeitschrift noch lange weiter besteht.“

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