Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Die engste Mitarbeiterin der Lew Kopelew-Preisträgerin Zainap
Gaschajewa ist heute auf dem Moskauer Flughafen Vnukowo festgenommen worden. Diese alarmierende Nachricht erreichte die Geselllschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag-nachmittag in Göttingen. „Frau Gaschajewa hat uns berichtet, dass Toita Junusova am Telefon nur ganz kurz sagen konnte, sie sei in Haft“, sagte die GfbV-Referentin Sarah Reinke. „Wir machen uns die größten Sorgen um Frau Junusova, denn schon 13 Menschenrechtsverteidiger sind in Tschetschenien seit 1994 ermordet worden.“
Die tschetschenische Menschenrechtsaktivistin Zainap
Gaschajewa wurde am Sonntag in Köln mit dem Lew-Kopelew-Preis für
Frieden und Menschenrechte 2005 ausgezeichnet. Frau Gaschajewa wurde für ihre Zivilcourage und ihren bewundernswerten Mut geehrt, mit dem sie für die vom Völkermord bedrohten Menschen in ihrer Heimat
Tschetschenien mit friedlichen Mitteln kämpft.
Die GfbV kündigte an, die neue deutsche Bundesregierung um Hilfe für
die sofortige Freilassung der inhaftierten Menschenrechtlerin zu bitten.

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