Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Kirchenfoyer, Salzstr.1 (Lambertikirchplatz), Münster
Aus Anlass der Verleihung des diesjährigen Right Livelihood Award, besser bekannt als Alternativer Nobelpreis, an den brasilianischen Bischof Erwin Kräutler laden wir zu der Veranstaltung mit Vortrag, Filmbeitrag und Diskussion ein.
Dienstag, 14. Dezember 2010, 19.30 Uhr
Kirchenfoyer, Salzstr.1 (Lambertikirchplatz), Münster
Eintritt frei, Spenden willkommen!
Referent: Michael Huhn, Adveniat, Essen
Für den gebürtigen Österreicher, der seit 1965 in Lateinamerika wirkt und 1981 Bischof der Prälatur Xingu wurde, sind Verfolgung, Festnahmen, Gewalt und selbst die Ermordung enger Mitarbeiter Lebensalltag. Nach Ende der Militärdiktatur sind es vor allem Bergwerksgesellschaften, Holzhändler und Großgrundbesitzer, die ihn bedrohen. 1987 überlebte er schwer verletzt einen Mordanschlag. Im selben Jahr erreichte er es als Präsident des CIMI, des Indianermissionsrates der Brasilianischen Bischofskonferenz, dass den Indigenen Land- und kulturelle Rechte mit Verfassungsrang zugesprochen wurden.
In den letzten Jahren galt sein Engagement auch dem Kampf gegen das Belo-Monte-Staudammprojekt, dass für tausende Indianer Zwangsumsiedlung und Verlust ihrer Lebensgrundlagen bedeutet.
Präsident des CIMI war Bischof Kräutler von 1983 bis 1991 und ist es erneut seit 2006. Dem CIMI und damit auch Bischof Kräutler verlieh die Gesellschaft für bedrohte Völker für die vorbildliche Menschenrechtsarbeit im November 2009 den Victor-Gollancz-Preis.
Theologisch steht Bischof Kräutler für eine Richtung der lateinamerikanischen Befreiungstheologie, die neben der Option für die Armen auch ein Konzept der indigenen Inkulturation (Teologia India / indianische Theologie) verfolgt.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für bedrohte Völker – Regionalgruppe Göttingen, des Ökumenischen Zusammenschlusses christlicher Eine-Welt-Gruppen Münsters, Adveniats und des Kirchenfoyers

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