Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Uigurische Gemeinde in Europa e.V. und die Ilham Tohti Initiative e.V. veranstalten eine Menschenrechtsaktion vor dem chinesischen Konsulat in München, zu der wir Sie herzlich einladen:
Am Freitag, den 28. August 2020,
von 15 Uhr bis 17 Uhr
vor dem chinesischen Konsulat,
Hoffmannstraße 53-57, 81379 München
Vor genau vier Jahren nahm der Sekretär der Kommunistischen Partei Chinas, Chen Quanguo, seine Arbeit in Xinjiang / Ostturkestan auf. Unter seiner Führung haben die Behörden Angehörige der muslimischen Nationalitäten in der Region massenhaft in Umerziehungslager verschleppt, um ihre kulturelle und religiöse Identität auszulöschen. Sie haben Kinder von ihren Familien getrennt und Zwangssterilisationen durchgeführt, um die Geburtenrate in dieser Bevölkerungsgruppe niedrig zu halten. Diese Politik des langsamen Völkermords darf nicht geduldet werden.
Die US-Regierung hat Chen Quanguo und drei weitere KP-Funktionäre wegen ihrer Verbrechen bereits mit Sanktionen belegt. Die deutsche und europäische Politik müssen nachziehen. Gemeinsam mit der uigurischen Diaspora in München fordern die drei Organisationen Sanktionen gegen ihn und weitere Verantwortliche für die Umerziehungslager, Zwangsarbeit und andere Vergehen in der Region.
Chen Quanguo war zwischen 2011 bis 2016 in gleicher Funktion in Tibet tätig. Dort hatte er die gesamte tibetische Bevölkerung pauschal zu Feinden Chinas erklärt und die systematische Zerstörung ihrer ethnischen Identität vorangetrieben.

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