Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Schweden, das diesjährige Gastland der Hannover Messe, gilt als Musterschüler in Sachen Klimaschutz und Menschenrechte. Zur Eröffnung der Messe durch Ministerpräsident Stefan Löfven am kommenden Sonntag wird sich das Land als smart und innovativ, grün und weltoffen präsentieren. Doch bei allem Fortschritt nimmt man es mit der Menschenrechtslage zu Hause nicht allzu genau: Riesige Windenergieprojekte bedrohen die traditionelle Lebensweise der indigenen Sami im Norden des Landes.
Windparks mit hunderten Turbinen sollen saubere Energie für die prosperierende Wirtschaft des Landes liefern. Ihr Bau ist allerdings auf Arealen geplant, die den Sami als Weidegrund für ihre Rentiere dienen. Was für Schwedens Wirtschaft Fortschritt bedeutet, droht nun die verbrieften Rechte der indigenen Sami zu beschneiden. Denn die Rentierzucht ist seit Jahrhunderten ein Herzstück ihrer Lebensweise und die Grundlage ihrer wirtschaftlichen Existenz.
Auch die systematische Ausweitung des Abbaus von Eisenerz gefährdet die Sami und ihre Rentiere. Die schwedische Wirtschaft kann nur wirklich smart und „grün“ werden, wenn sie die grundlegenden Menschenrechte der Sami respektiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert die Schwedische Regierung daher auf, ohne Einverständnis der Sami keine Windparks auf ihren Weideflächen zu errichten!
ACHTUNG BILDREDAKTIONEN: Um unseren Protest kreativ zu untermalen, werden einige Aktivistinnen und Aktivisten als Windräder und Rentiere verkleidet sein.

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