Die gestrandeten Geflüchteten an der belarussisch-polnischen Grenze müssen umgehend in EU-Länder aufgenommen und humanitär versorgt werden. Dazu fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die deutsche Bundesregierung im Rahmen einer Mahnwache in Berlin auf, zu der wir Sie herzlich einladen:
Am Mittwoch, den 17. November 2021
von 11 Uhr bis 13 Uhr
vor dem Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin
Viele der Geflüchteten sind Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten wie der kurdischen und yezidischen aus dem Irak und Syrien oder der Hazara aus Afghanistan. Sie flüchten vor Verfolgung, Krieg und Gewalt in ihren Heimatländern. Dass sie als politisches Druckmittel missbraucht werden, ist nicht ihr Fehler. Der belarussische Machthaber Lukaschenko kopiert die Erpressungstaktik des türkischen Machthabers Erdogan.
„Dieses Handeln ist verbrecherisch. Die verzweifelten Menschen, die bei Minusgraden in den Wäldern ausharren, darf man dafür nicht verantwortlich machen. Das humanitäre Völkerrecht gilt für sie in jedem Fall!“, bekräftigt Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der GfbV. „Die Europäische Union muss sie aufnehmen, versorgen und Asyl-Anträge stellen lassen. Alles andere wäre moralisch und rechtlich nicht zu vertreten.“

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