Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Stadtmedienzentrum Karlsruhe am LMZ, Moltkestraße 64, 76133 Karlsruhe
Anläßlich des Tag des Flüchtlings (1.10) findet im Stadtmedienzentrum Karlsruhe ein Filmabend statt mit dem Titel „Ertrunken vor meinen Augen“, der von der sich verschärfenden Flüchtlingsproblematik an der Griechisch-Türkischen Grenze handelt. Der Abend wird unterstützt von einem breiten Bündnis von Organisationen u.a. der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Regionalgruppe Karlsruhe.
Ort: Stadtmedienzentrum Karlsruhe am LMZ, Moltkestraße 64, 76133 Karlsruhe
Datum: 1.10.2010
Zeit: 19.00 Uhr
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Weitere Informationen unter Landesmedienzentrum Baden-Württemberg
Veranstaltungstext:
„Ich möchte die jungen Menschen bitten ihr Leben nicht in die Hände
der Mafia zu legen. Ich habe es getan und teuer dafür bezahlt und wenn
ich es euch erzähle, erlebe ich alles wieder und es tut mir sehr weh.“
Ualid Nasur. Der Somalier wollte Fußballspieler werden. Um Krieg und
Armut zu entfliehen hat er sich, wie viele andere, auf die Odyssee nach
Europa gemacht. In Griechenland endete die mehrjährige Reise in der
Schiffsschraube eines Bootes der Küstenwache die Ualids Körper zerfetzte.
Während in Deutschland stolz jedes halbe Jahre Rekordtiefstände
bei den Aufnahmebegehren von Flüchtlingen und Asylanten verkündet
werden, verschärft sich die Situation an der Griechisch-Türkischen
Grenze ständig und wächst sich zu einer der wichtigsten Einnahmequellen
der lokalen Mafia aus. Immer wieder öffnen türkische Polizisten LKWs
und vor ihre Füßen purzeln Dutzende halb erstickte, halb verhungerte
Menschen, die in blinder Wut mit blanken Händen die Scheiben ihrer
Schleuser einschlagen. Die türkischen Behörden stehen dem Ganzen
fast ohnmächtig gegenüber. Es ist einfach zu viel Geld im Spiel.
Weiter Informationen im Flyer bei „Download des Dokumentes“.

Gemeinsam handeln – Newsletter abonnieren
Bleiben Sie informiert über unsere Menschenrechtsarbeit, Erfolge und aktuelle Kampagnen. Unser Newsletter bringt Ihnen Stimmen unserer Partner*innen, Analysen und Möglichkeiten zum Mitmachen direkt ins Postfach.