Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Brenkhausen bei Höxter
am Freitag, den 19. Dezember 2014, um 13:00 Uhr
Propsteistraße 1a
37671 Brenkhausen bei Höxter
Auf Initiative der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) besuchen assyrisch-chaldäisch-aramäische sowie armenische Christen, Yeziden und muslimische Kurden am morgigen Freitag das koptische Kloster in Brenkhausen. „Gemeinsam mit den Flüchtlingen wollen wir ein Zeichen setzen für ein friedliches Miteinander der Religionen, für Glaubensfreiheit sowie Menschen- und Minderheitenrechte im Nahen Osten“, sagt der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. Der Generalbischof der Kopten in Deutschland, Anba Damian, hat den spontanen Besuch der Angehörigen ethnischer und religiöser Minderheiten aus Syrien und dem Irak begrüßt. Er wird die Gäste willkommen heißen.
„Das Gespräch mit dem höchsten Würdenträger der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland soll auch dazu beitragen, die Lage der Kriegsflüchtlinge besser zu verstehen“, erklärt Sido. Syrische und irakische Flüchtlinge brauchen dringend unseren Beistand und mehr humanitäre Hilfe, damit sie den kalten Winter überstehen können.
Christen, Yeziden, gemäßigte Muslime, Bahá’í und Mandäer werden in Syrien und dem Irak massiv von extremistischen Kräften verfolgt und aus ihren Heimatregionen vertrieben. Die GfbV spricht von einem beginnenden Völkermord. In den sozialen Medien eskaliert die Hetze radikaler Islamisten gegen Angehörige dieser Religionsgemeinschaften immer mehr. Die Diffamierungen werden vor allem in arabischer Sprache betrieben.
Bereits am Dienstag hatten ehrenamtliche Regionalgruppen und Unterstützer der GfbV in einigen deutschen Städten Mahnwachen unter dem Motto „Extremismus stoppen, Vielfalt erhalten! Minderheiten im Nahen Osten brauchen Schutz!“ organisiert.

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