Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Entscheidung des Gerichts im österreichischen Korneuburg, Ex-General Jovan Divjak nicht an die serbische Justiz auszuliefern. „Serbien muss der bitteren Wahrheit ins Auge sehen und endlich aufhören zu versuchen, die Völkermordverbrechen serbischer Truppen zu relativieren. Das gelingt auch nicht, indem den Verteidigern der bosnischen Zivilbevölkerung ungerechtfertigt Schuld zugewiesen wird“, sagte der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch, am Freitag in Göttingen. „Es ist längst überfällig, die zerstörerische Politik der Milosevic-Regierung deutlich und klar zu verurteilen und die vielen mutmaßlichen serbischen Kriegsverbrecher – wie die meisten Mörder von Srebrenica – endlich zur Rechenschaft zu ziehen.“
Aufgrund eines serbischen Haftbefehls war Divjak am 3. März 2011 auf dem Flughafen Wien von österreichischer Polizei festgenommen worden. Er wurde zwar wenige Tage später gegen Kaution freigelassen, durfte Österreich jedoch nicht verlassen. Die serbische Justiz wirft dem Serben vor, Kriegsverbrechen an Soldaten der Jugoslawischen Volksarmee begangen zu haben. Für die im Krieg jahrelang in Sarajevo eingeschlossenen und beschossenen Einwohner der bosnischen Hauptstadt ist Divjak der „Retter von Sarajevo“. „Ihm und anderen Verteidigern der gejagten nichtserbischen Bevölkerung ist es zu verdanken, dass nicht noch mehr Menschen den Völkermordverbrechen zum Opfer gefallen sind“, sagte Zülch.

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