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Aktuelles News & Artikel GfbV begrüßt die eindeutige Stellungnahme des Bundesaußenministers zur Festnahme von Ratko Mladic

Voraussetzung für die Demokratisierung Bosnien-Herzegowinas

GfbV begrüßt die eindeutige Stellungnahme des Bundesaußenministers zur Festnahme von Ratko Mladic

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die eindeutigen Äußerungen von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Serbien zur notwendigen Festnahme des Hauptkriegsverbrechers Ratko Mladic und dessen umgehende Auslieferung an das Internationale Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Erfreulich ist nicht zuletzt der unmissverständliche Hinweis des Außenministers auf die andernfalls zwangsläufige Aussetzung der Assoziierungsgespräche zwischen Serbien und der Europäischen Union (EU).

Die GfbV weist auf den unerträglichen Zustand der in Dayton festgeschrieben Teilung Bosnien-Herzegowinas hin. 1995 wurden die Ergebnisse der Massenvertreibung der nicht-serbischen Bevölkerung aus den zur Republik Srpska erklärten nördlichen Hälfte Bosniens zementiert. Diese Hälfte steht bis heute unter dem starken Einfluss der von Radovan Karadzic und Ratko Mladic geformten ehemals serbischen Kriegspartei.

Die permanente Diskriminierung, Zurücksetzung und Benachteiligung der nichtserbischen Bevölkerung, die vor dem Krieg 50 Prozent der Einwohner dieses Landesteiles stellte, hat unter diesen Menschen zu einem vollkommenen Vertrauensverlust geführt. Heute machen sie nur noch fünf Prozent der Bevölkerung der sogenannten Republik Srpska aus.

Die Festnahme der beiden Architekten der Massenvertreibungen und Massenliquidierungen der nichtserbischen Bevölkerung Bosniens ist eine der unabdingbaren Voraussetzungen für eine Demokratisierung Bosnien-Herzegowinas und seine Annäherung an die EU. Nur diese kann unter den in drei Kontinente Vertriebenen wieder das Vertrauen in eine sichere Zukunft herstellen und sie veranlassen, in die ethnisch gesäuberten Landesteile zurückzukehren.

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