Zum Inhalt springen
Aktuelles News & Artikel GfbV unterstützt Mahnwache in Hannover

Alevitische Gemeinde demonstriert für Demokratie und Menschenrechte in der Türkei (Pressemitteilung)

GfbV unterstützt Mahnwache in Hannover

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker aus Göttingen unterstützt die „Mahnwache für Demokratie und Menschenrechte in der Türkei“ der Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.

Sie findet am 13.06.2020, von 14.00 bis 16.00 Uhr, am Opernplatz, in Hannover statt.

Mit der Aktion möchten die Gemeinde ihre Sorgen um das demokratische Gebaren der AKP in die Öffentlichkeit bringen. Diese nutze ihre Parlamentsmehrheit, um oppositionelle Abgeordnete verhaften zu lassen, setze demokratische gewählte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ab, baue Milizen auf und strebe eine Alleinherrschaft in den Bereichen Bildung, Justiz und Medien an.

Für ungerecht behandelte Menschen wie Aleviten und andere demokratische Kräften seien die demokratischen Handlungsmöglichkeiten in der Türkei versperrt. Mehrere Menschen mit der deutschen oder einer doppelten Staatsbürgerschaft seien in der Türkei in Haft oder mit Ausreiseverboten belegt. Gegen den Ehrenvorsitzenden der Alevitische Gemeinde Deutschland, Turgut Öker, seien mehrere „Pseudoklagen“ anhängig, er dürfe das Land nicht verlassen.  

Weiter lässt der Verein verlauten: „Die Anklagen gegen unseren Ehrenvorsitzenden, wegen berechtigten Forderungen der Aleviten und Kritik der Menschenrechtsverletzungen in der Türkei, bewerten wir als politische Maßnahmen zur Einschüchterung der europäischen Aleviten. 

Für Aleviten ist es eine Selbstverständlichkeit und Daseinsgrund, die Massaker von Dersim, Kocgiri, Sivas, Corum, Maras, Gazi, Geiz, usw. zu verurteilen und den Opfern dieser Massaker zu Gedenken. 

Das Ziel dieser Angriffe auf Aleviten sind nicht einzelne Personen, sondern das Alevitentum an sich. 

Alle Demokratinnen und Demokraten sollten sich gemeinsam mit den Alevitinnen und Aleviten gegen die Kriminalisierung und Marginalisierung auflehnen und die Menschen- Minderheitenrechte in der Türkei gegen die islamistische Politik Erdogans verteidigen.“

Gemeinsam handeln – Newsletter abonnieren

Bleiben Sie informiert über unsere Menschenrechtsarbeit, Erfolge und aktuelle Kampagnen. Unser Newsletter bringt Ihnen Stimmen unserer Partner*innen, Analysen und Möglichkeiten zum Mitmachen direkt ins Postfach.