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Aktuelles News & Artikel help@gfbv.de – Notruf für bedrängte Flüchtlinge

Hilfe bei Übergriffen und Diskriminierung in Gemeinschaftsunterkünften (Pressemitteilung)

help@gfbv.de – Notruf für bedrängte Flüchtlinge

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© Tanja Wieczorek

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) richtet einen Notruf für Flüchtlinge ein, die einer ethnischen oder religiösen Minderheit angehören. Wer aufgrund seines Glaubens oder seiner Volkszugehörigkeit in Gemeinschaftsunterkünften von anderen Flüchtlingen bedrängt, diskriminiert oder schikaniert wird, kann sich per E-Mail an 65]G378oA=69 wenden, teilte die Menschenrechtsorganisation am Montag mit.  Jeder Hinweis werde diskret behandelt und geprüft. In gravierenden Fällen werde konkrete Hilfe vermittelt – falls gewünscht auch unter Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit der Opfer von Übergriffen, seien es Christen, Yeziden, Muslime oder Angehörige kleinerer Glaubensgemeinschaften. Die Evangelische Kirche hat der GfbV  bereits Unterstützung zugesagt. So haben die Hilfsstelle für evangelische Pfarrer in Berlin und andere christliche Verbände begonnen, ein Netzwerk für schnelle Hilfe aufzubauen.  Auch Organisationen anderer Religionsgemeinschaften sollen einbezogen werden.

Zur Einrichtung des Notrufes hat sich die GfbV entschlossen, da Berichte über Konflikte zwischen Flüchtlingen unterschiedlicher Volksgruppen und Glaubensgemeinschaften kursieren und die Menschen verunsichern. „Ablehnung und Feindschaften beispielsweise gegen ethnische und religiöse Minderheiten wie in den Herkunftsländern der Flüchtlinge dürfen hier nicht fortgesetzt werden“, erklärte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. „Uns ist klar, dass die Enge in Heimen, die Sorge um zurückgebliebene Angehörige und auch die langen Tage ohne sinnvolle Beschäftigung dazu beitragen, dass die Nerven der Flüchtlinge strapaziert werden. Umso notwendiger erscheint es uns, dass Betroffene eine Stelle haben, an die sie sich im Konfliktfall auch anonym wenden können.“

Die GfbV will die Berichte betroffener Flüchtlinge systematisch sammeln, neutral prüfen und auswerten. „Denn ein sachlich fundierter Report über die tatsächlichen Ereignisse ist notwendige Voraussetzung dafür, wirksame Strategien zur Konfliktvermeidung entwickeln und wirksame Hilfe leisten zu können“, sagte Sido. Die GfbV macht ihre virtuelle Anlaufstelle 65]G378oA=69  auf ihrer Homepage und in sozialen Netzwerken bekannt, legt aber auch in Flüchtlingsheimen Infoblätter in Deutsch, Englisch, Französisch, Kurdisch, Aramäisch, Arabisch, Serbisch, Albanisch, Dari und Farsi aus.

Den Flyer können Sie sich hier herunterladen.

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