Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert mehr Initiativen von der internationalen Gemeinschaft, um die radioaktive Verseuchung des Pazifischen Ozeans nach der Fukushima-Katastrophe zu stoppen. „Sehenden Auges laufen wir in eine Katastrophe und alle Regierungen schauen weg“, kritisierte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. „Die Vereinten Nationen und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) dürfen Japans Unvermögen bei der Bewältigung der Folgen der Reaktorkatastrophe nicht tatenlos hinnehmen. Denn für Hunderttausende Ureinwohner auf den Pazifischen Inseln ist es eine Frage des Überlebens, dass die Nahrungsmittelkette nicht noch mehr durch austretende Radioaktivität geschädigt wird.“
Alarmiert von der Nachricht, dass vor dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima täglich rund 300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gelangt, hat der Pazifische Kirchenrat am Donnerstag an die Regierungen der Inselstaaten appelliert, ihr Bekenntnis zu einem nuklearfreien Pazifik zu erneuern. Japan müsse gedrängt werden, die Verseuchung des Meeres sofort zu unterbinden. Die japanische Regierung trage die moralische Verantwortung, die Anliegerstaaten über den radioaktiven Müll und dessen Beseitigung zu informieren, hatte der Generalsekretär des Kirchenrates, Pastor Francois Pihaatae aus Französisch-Polynesien erklärt. Er verglich die Folgen Fukushimas mit der radioaktiven Verseuchung des Pazifischen Ozeans nach den Atomversuchen zwischen 1966 und 1995. Auch damals hätte die lokale Verwaltung Tahitis die Folgen nicht ernst genommen, doch Radioaktivität dehne sich im ganzen Ozean aus und bedrohe alle Menschen. Der Pazifische Kirchenrat ist ein langjähriger Partner der GfbV bei dem Bemühen, auf die Probleme der Ureinwohner des Pazifik aufmerksam zu machen.

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