Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Ricardo Nicolas
Compañia General de Combustibles (CGC)
Av 12 de Octubre, Torre 1492 Nº2697 y Lincoln
Oficinas 602 y 603
Quito
Ecuador
Fax: 593-2-2985 537
Freie deutsche Übersetzung:
Sehr geehrter Herr Nicolas,
die Compañia General de Combustibles (CGC) hat die Konzessionen zur Ölförderung im Block 23 im Primärwald des ecuadorianischen Amazonasgebiets. Dort liegt auch das Land der Quichua, Achuar und Shuar.
Das indigene Volk der Quichua von Sarayacu weist die Ölförderung zurück, welche gegen ihre Grundsätze verstößt. Sie erlaubt der CGC oder anderen Ölfirmen nicht, ihr Land zu betreten. Ihr Unternehmen hat jedoch daran gearbeitet, die Gemeinde zu spalten und zu bedrohen.
Begleitet vom ecuadorianischen Militär begann es mit seismischen Untersuchungen. 1.400 kg Sprengstoff hat ihr Unternehmen in Sarayacu hinterlassen. Vor kurzem haben Mitarbeiter Ihrer Firma die Indigenen bezichtigt, diesen Sprengstoff gestohlen zu haben. Sarayacu hat diese Anschuldigung zurückgewiesen.
Ich bitte Sie eindringlich, einen Schlussstrich unter diese Einschüchterungspolitik zu ziehen. Bitte bewahren Sie das Volk von Sarayacu vor neuen Bedrohungen und Kriminalisierungsstrategien. Ich fordere Sie dazu auf, dafür zu sorgen, dass der Sprengstoff vom Gebiet Sarayacus vom Staat entfernt wird, wie es der Interamerikanische Menschenrechtshof 2005 angewiesen hat.
Somit rufe ich Sie auf, die Rechte der Quichua, Achuar und Shuar im Block 23 zu respektieren.
Mit freundlichen Grüßen,

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